Management 5 Tipps: Wie lockt man Bewerber in sozialen Netzwerken an?

Julian Ziesing, Potentialpark

Julian Ziesing, Potentialpark

Unternehmen können online nicht nur bei Linkedin oder Xing um Mitarbeiter werben - auch in anderen sozialen Netzwerken lohnt sich der Aufbau einer Arbeitgebermarke. Aber wie lockt man Follower bei Twitter an oder lotst Job-Kandidaten auf die Unternehmensseite bei Facebook? Fünf Tipps vom Social-Recruiting-Fachmann.

Der Tippgeber:
Julian Ziesing untersucht beim schwedischen Marktforschungsunternehmen Potentialpark, wie Bewerber online nach Arbeitgebern suchen und was sie von Unternehmen im Internet erwarten.

1. Aufmerksamkeit erregen
„Bewerber erwarten, potenzielle Arbeitgeber in sozialen Netzwerken anzutreffen. Aber niemand sucht bei Facebook oder Twitter aktiv nach Jobs. Unternehmen müssen darum auf sich aufmerksam machen, am besten mit aktuellen Themen. Starre Inhalte, beispielsweise von der Karriereseite kopierte Jobangebote oder Testimonials, funktionieren nicht gut. Beiträge, die kurz wiedergeben, was grade im Unternehmen passiert sind besser. Man kann auch gerne so schreiben, wie man spricht, geschliffene Formulierungen sind nicht authentisch.“

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2. Die Inhalte müssen sich ergänzen
„Den Facebook-Post einfach zu Twitter kopieren geht nicht. Besser sind Inhalte, die sich ergänzen und immer etwas anders sind – aber trotzdem eine Marke erkennen lassen, weil sie beispielsweise einheitlich gestaltet sind. Man sollte überlegen, wen man mit welchem Medium erreicht: Twitter ist in Deutschland noch eine Nische, die hauptsächlich Social-Media-Interessierte nutzen. Bei Xing und Linkedin registrieren sich hauptsächlich Berufserfahrene, Studenten dagegen seltener. Und bei Facebook sind alle.“

3. Einen Plan haben
„Das Timing ist ganz wichtig. Darum braucht der Social-Media-Auftritt eine gute Zeitplanung: Was posten wir wann und wo? Die Proportionen müssen stimmen: Gut funktioniert beispielsweise die Aufteilung: 70 Prozent Updates aus dem Unternehmen und zu aktuellen Themen, 20 Prozent konkret zu Jobs und 10 Prozent verrückte Sachen.“

4. Einen eigenen Stil finden
„Jedes Unternehmen muss herausfinden, was gut ankommt und was nicht, das ist schwer planbar und dauert ein bisschen. Schwierig ist oft die Anrede: Auf Facebook dutzen Unternehmen, im Bewerbunsprozess wird jedoch gesiezt. Da muss man schauen, wie die Nutzer reagieren. Das Ausprobieren erfordert Mut und Rückhalt im Unternehmen, denn der Erfolg lässt sich schwer messen.“

5. Online und offline verknüpfen
„Wer auf Messen geht oder zu Veranstaltungen einlädt, sollte natürlich auch auf allen Social-Media-Kanälen darüber berichten. Andersherum sind soziale Medien eine gute Möglichkeit, in Kontakt mit Bewebern oder ehemaligen Mitarbeitern zu bleiben. Wenn die Ressourcen knapp sind, kann Facebook ein gutes Medium sein, um einen Talentpool zu pflegen. Ähnlich, wie große Unternehmen, die dafür eigene Software nutzen.“

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