Management Arbeitnehmer in Baden-Württemberg und Bayern am seltensten krank

Platz 2: Kranken- und Altenpfleger. Die beiden Pflegeberufe haben bei fast allen befragten Bürgern ein hohes Ansehen (2013: Platz 2).

Platz 2: Kranken- und Altenpfleger. Die beiden Pflegeberufe haben bei fast allen befragten Bürgern ein hohes Ansehen (2013: Platz 2).© Andrei Tsalko - Fotolia.com

Husten, Schnupfen & Co.: Durchschnittlich rund 14 Tage waren die Deutschen im vergangenen Jahr krank geschrieben. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen fehlten Arbeitnehmer krankheitsbedingt im Job. Weniger Fehltage verzeichnen dagegen Bayern und Baden-Württenberg.

Arbeitnehmer in Baden-Württemberg haben sich voriges Jahr deutschlandweit im Schnitt am seltensten krankschreiben lassen. Nur wenig mehr Krankheitstage fielen in Bayern an – das geht aus dem neuen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, der am Dienstag im Internet veröffentlicht wurde.

So waren Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I in Baden-Württemberg vergangenes Jahr im Schnitt 11,6 Tage krankgeschrieben. In Bayern waren es 12,2 Tage. Der TK-Auswertung zufolge folgte Sachsen mit 13,8 Tagen an dritter Stelle.

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Fehlende Erklärung für  konstante Unterschiede

Bei den anderen Ländern in Ostdeutschland sowie Berlin ist allerdings auffällig, dass hier die Fehlzeiten durchweg länger waren als in den
westdeutschen Ländern. Sie lagen zwischen 15,8 Tagen in Thüringen und 17,5 Tagen beim bundesweiten Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern.

Bis heute gebe es keine befriedigende Erklärung für die im großen und ganzen ziemlich konstanten Unterschiede zwischen den Bundesländern, erläuterte die bei der TK für die Gesundheitsreporte verantwortliche Expertin Gudrun Ahlers.

Deutlich geändert habe sich die Lage bei den Krankschreibungen vor allem in Berlin. Die Hauptstadt hatte laut Report 2000 noch die höchsten Fehlzeiten. Mittlerweile liege Berlin hinter Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Trend der Vorjahre setzt sich fort

Insgesamt waren die Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr etwas häufiger krankgemeldet als im Vorjahr – der für 2012 ermittelte Krankenstand von 3,88 Prozent entspreche einer durchschnittlich gemeldeten Fehlzeit von 14,2 Tagen pro Kopf.

Mit dem gestiegenen Krankenstand setze sich der Trend der Vorjahre fort, so der Report. Der Anstieg um 0,2 Tage binnen eines Jahres kam
zustande, weil die Menschen pro Krankschreibung länger nicht arbeiten konnten. Viel häufiger krankgeschrieben waren sie nicht.

Weil es Anfang dieses Jahres eine ausgeprägte Grippe- und Erkältungswelle gab, dürfte sich nach Einschätzung der Kasse der Trend mit
längeren Krankheitszeiten weiter fortsetzen. Daten der Gesundheitsberichte der großen Krankenkassen gelten als weitgehend repräsentativ.

1 Kommentar
  • B.Augustin 15. Mai 2013 09:10

    Dazu braucht man keine wissenschaftliche Erklärung.
    Das ist die ganze Mentalität und Selbstdisziplin in den Geberländern im Länderfinanzausgleich Baden-Württemberg und Bayern. Vom der Führung bis zum Arbeitnehmer.
    In den Nehmerländern sind auch die Arbeitnehmer in der Beanspruchung von sozialen Errungenschaften wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vom Stamme „Nimm“.

    Ich darf nur daran erinnern, was Kurt Beck in Rheinlandpfalz für Wohltaten verteilt hat,
    die sich die Geberländer selbst nicht leisten. Weshalb soll ein Arbeitnehmer bei solchen Vorbildern nicht ein paar freie Tage mit Lohnfortzahlung mehr abgreifen?

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