Management Davor fürchten sich deutsche Topmanager

Nach dem Crash ist vor dem Crash: Nichts beunruhigt deutsche Manager so heftig wie die aus dem Ruder laufende Finanzmärkte. Die Angst vor Terror und Klimawandel ist wenig ausgeprägt, zeigt eine aktuelle Umfrage der Personalberatung LAB & Company.

Puff, puff, puff – und schon wieder ist eine Bank weg. Zwei Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers fegen die Nachbeben der Finanzkrise noch immer Finanzinstitute vom Markt, während die Bankmanager bereits frohgemut in neue, nie gekannte Welten des Risikos aufbrechen. Deutschen Führungskräften macht diese scheinbar unbeschwerte Schnoddrigkeit Angst. 59 Prozent von ihnen halten instabile Finanzmärkte für die größte Gefahr für die deutsche Wirtschaft in den kommenden zehn Jahren. Das hat eine Umfrage der Personalberatung LAB & Company unter 504 Managern ergeben.

Auch der angestrebte Ausstieg aus der Atomkraft treibt die Führungskräfte um. Fast die Hälfte von ihnen befürchtet Probleme bei der Energieversorgung. Fast ebenso wichtig: der Mangel an Fachkräften. 46 Prozent der Befragten sehen erhebliche Schwierigkeiten auf die Unternehmen zurollen, Jobs angemessen zu besetzen. Folgerichtig sehen nur vier Prozent die Zuwanderung als problematisch.

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Verhältnismäßig entspannt betrachten deutsche Manager, wie Griechenland sich selbst zerfleischt. Die Euro-Krise werten jedenfalls nur 38 Prozent als bedrohlich.

Angst vor dem Aufstieg der Schwellenländer oder dem Abstieg der USA äußert nur jede fünfte Führungskraft. Noch weniger verbreitet ist die Furcht, dass die Rohstoffe ausgehen könnten oder dass der Klimawandel zuschlägt. Interessanterweise liegt die Quote bei Managern aus der Pharma- und Energiebranche doppelt so hoch wie der Durchschnitt.

Ganz unten auf der Risikoliste: Terrorismus.

Das Gesamtranking:

„Welche der folgenden Faktoren sehen Sie als die größten wirtschaftlichen Risiken für die deutsche Wirtschaft in den kommenden 10 Jahren?“

1. Instabile Finanzmärkte (59 %)

2. Unsichere Energieversorgung (48 %)

3. Fachkräftemangel (46 %)

4. Eurokrise (38 %)

5. Wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer (23 %)

6. Politische und wirtschaftliche Entwicklung der USA (20 %)

7. Globale Ressourcenknappheit (17 %)

8. Politische Entwicklungen in Krisenregionen (16 %)

9. Klimawandel (8 %)

10. Naturkatastrophen (5 %)

11. Terrorismus (5 %)

12. Zuwanderung (4 %)

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