Management Escada-Chef Sälzer verlässt Modekonzern

Der Modekonzern Escada muss sich einen neuen Chef suchen. Zum Jahresende verlässt der derzeitige Chef, Bruno Sälzer, das Unternehmen. Seine Zeit bei Escada war alles andere als einfach.

Escada-Chef Bruno Sälzer verlässt den Modekonzern nach einer jahrelangen Sanierung. Der 56-jährige werde seinen Vertrag nicht verlängern und sein Amt zum Jahresende aufgeben, teilte Escada am Donnerstag in Aschheim bei München mit. „Die vergangenen sechs Jahre bei Escada waren eine tolle Zeit“, sagte Sälzer. Nun wolle er sich aber einer neuen Herausforderung stellen. Die Suche nach einem Nachfolger für Sälzer hat bereits begonnen.

Sälzer steht seit dem Sommer 2008 an der Spitze von Escada und hatte das Unternehmen durch eine schwere Krise geführt. Die Modefirma hatte im Sommer 2009 wegen finanzieller Probleme Insolvenzantrag gestellt und war wenig später von Megha Mittal aus der indischen Industriellen-Familie Mittal übernommen worden. Danach ging es dank entstaubter Kollektionen und niedrigerer Preise wieder bergauf. „Der Umbau des Unternehmens ist abgeschlossen, die Mode hat ihre neue Linie gefunden“, sagte Sälzer.

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Mittal würdigte die Leistungen Sälzers und zeigte sich zuversichtlich für die Zukunft des Unternehmens. „Ich bin weiterhin vom großen Potenzial von Escada überzeugt.“

Zu seinen Zukunftsplänen äußerte sich Sälzer nicht. Er gilt als einer der angesehensten Manager der Modebranche in Deutschland. Von 2002 bis Anfang 2008 stand er an der Spitze des Modekonzerns Hugo Boss, der während dieser Zeit in neue Dimensionen wuchs. Auch die Damenmodemarke „Boss Woman“ brachte er nach hohen Verlusten zum Erfolg.

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