Management Fallstricke beim Neustart

Management-Buy-outs sind für den neuen Chef und die Mitarbeiter ein Kraftakt. Wenn sie scheitern, liegt das meist an einem dieser drei Probleme.

1. Chef

„Die entscheidende Frage lautet: Ist der Ma­nager auch ein Unternehmer“, sagt Aman Miran Khan, Gesellschafter der Investmentfirma BPE, die viele MBOs begleitet. Viele erfahrene Manager scheitern beim Wechsel in die Rolle des eigenverantwortlichen Lenkers. Geschick in der operativen Umsetzung reicht nicht mehr aus, um Erfolge zu erziehen. Ein Unternehmer braucht auch Mut und eine Vision. Auch Geldgeber achten auf diese Eigenschaften, sagt Miran Khan.

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2. Finanzierung

Die Erfolgschancen eines Management-Buy-outs hängen auch mit dem Kaufpreis zusammen. Viele MBOs seien in den vergangenen Jahren an einem zu hohen Kaufpreis und einem zu hohen Anteil an Fremdkapital gescheitert, hat Miran Khan beobachtet. Schließlich muss die Fremdfinanzierung jederzeit aus den Einnahmen des Unternehmens bedient werden, auch wenn es nicht gut läuft. Oder die Konjunktur einbricht. Dann rächt sich ein zu eng finanzierter MBO.

3. Mitarbeiter

Der MBO gelingt nur dann, wenn die Mit­arbeiter mitziehen und den Chef als Unter­nehmer akzeptieren. „Das ist gerade, wenn jemand aus dem ein­fachen Management kommt, schwer“, sagt Miran Khan. „Hier ist ein Management-Buy-in sinnvoll.“ Dabei steigt zusätzlich ein Partner von außen als Gesellschafter ein. Er bringt nicht nur Kapital mit in die Firma, sondern auch Erfahrung, einen frischen Blick und Dynamik, die bei Veränderungspro­zessen helfen kann.

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