Management „Großunternehmen sind oft schwerfällig wie Supertanker“

Wenn es um die Entwicklung von Ideen geht, können große Firmen von Startups viel lernen. "Etablierte Unternehmen formulieren Fragen nach Innovationen oft so, als müsse die Antwort schon bekannt sein", schreibt Leif Huff, Geschäftsführer der Innovationsberatung Ideo Deutschland, in der neuen Ausgabe von impulse.

Wenn es um die Entwicklung von Ideen geht, sind große Firmen oft schwerfällig wie Supertanker. Dieser Meinung ist Leif Huff, Geschäftsführer und Mitgründer der Innovationsberatung Ideo Deutschland. „Jede Kursänderung braucht einen langen Atem“, schreibt Huff in der neuen Ausgabe von impulse (6/2012). Die Mannschaft habe oft das Gespür für das Fahrwasser verloren und sich von den Menschen entfernt, die ihre Produkte nutzen. „Etablierte Unternehmen formulieren Fragen nach Innovationen oft so, als müsse die Antwort schon bekannt sein“, kritisiert der Innovationsberater.

In diesem Punkt können Großunternehmen Huff zufolge eine Menge von Gründern lernen. „Startups verlassen sich häufig auf ihr Bauchgefühl, um Marktlücken aufzuspüren und Ideen zu entwickeln.“ Der Prozess der Lösungsfindung werde dabei permanent neu gestaltet. Ein Startup lebe lange in der Betaversion, um immer wieder zu testen, Feedback von der Zielgruppe einzuholen und das Produkt weiter zu verbessern. „Was als Idee aus einem Bauchgefühl heraus begann, kann so reifen und Form annehmen.“

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Von etablierten Unternehmen fordert Huff daher „mehr Mut zum Unperfekten“. Das Arbeiten mit Betaversionen spare Ressourcen und beuge einem kostspieligen Flop vor. „Denn frühes Testen, ständiges Ausprobieren verhindert, dass man am Ende mit einem teuren ‚marktreifen‘ Produkt scheitert – weil es niemand will“, argumentiert der Innovationsberater in impulse. Das Entscheidende sei, dem eigenen Instinkt zu folgen und einen Prozess anzustoßen, der Misserfolge und negatives Feedback nicht als Fehler, sondern als notwenige Schritte zur Lösung wertet.

Aus dem Magazin
Mehr dazu erfahren Sie in der impulse-Ausgabe 06/2012.

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