Management Gründungsinitiativen für spezielle Zielgruppen

Von der Idee zum eigenen Unternehmen braucht es für viele Gründer eine längere Findungs- und Planungsphase. Um sich zwischen Businessplan und Bürokratiemaschinerie nicht aufzureiben, benötigt man Hilfe. Zielgruppenspezifische Initiativen können die erste Gründungsphase beschleunigen und Orientierung geben.

Wer gründen will, ist nicht selten auf der Suche nach Unterstützung. Die Angebotspalette von staatlicher Seite ist groß. Die Homepage des Bundeswirtschaftministeriums (BMWi) gilt vielen als erste Anlaufstation. Dort findet sich Material zu den einzelnen Gründungsschritten, zu Ansprechpartnern und Unterstützernetzwerken und vielem mehr. Besonders hilfreich können zielgruppenspezifische Angebote sein. Neben den allgemeinen Angeboten finden sich Initiativen speziell für Schüler, Studierende, Kreative oder zur Unternehmensnachfolge als Gründungsalternative.

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Frühförderung von Unternehmergeist

Um unternehmerisches Denken früh fördern zu können, haben sich unter der Schirmherrschaft des BMWi mehrere Initiativen zu der Aktion „Unternehmergeist in die Schulen“ zusammengeschlossen. Durch verschiedene Angebote, wie „Jugend gründet“, „business@school“ oder Schülerfirmen soll dabei gezielt die Lust an der Selbstständigkeit geweckt werden. Lehrerinnen und Lehrer werden durch Projektideen und Materialien, wie die Publikationsreihe „GründerKlasse“ unterstützt. Darüber hinaus haben Schüler die Möglichkeit an dem bundesweit größten Planspiel „Deutscher Gründerpreis für Schüler“ teilzunehmen. Ziel ist es, im Rahmen einer fiktiven Unternehmensgründung ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Mehr Informationen rund um das Thema „Gründen für Schüler“ finden Sie unter: www.unternehmergeist-macht-schule.de und www.dgb-schueler.de

Gründungskultur unter Studenten stärken

Wie vor wenigen Wochen bekannt wurde, ist der Wunsch nach einem eigenen Betrieb, bei deutschen Studenten, weniger stark ausgeprägt als bei internationalen Kommolitonen. Um gründungswillige Studierende, Absolventen und Wissenschaftler auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen zu unterstützen, wurde die Initiative „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ ins Leben gerufen. Durch sie sollen gezielt innovative, technologische und wissensbasierte Gründungsvorhaben gefördert werden.

Gleiches versucht das Modellprojekt „German Silicon Valley Accelerator“. Mit Hilfe von Kontakten und einem Aufenthalt im Silicon Valley soll jungen deutschen Start-Ups der Zugang zum US-amerikanischen Markt erleichtert werden. Neben diesen beiden Initiativen gibt es auch für innovative Unternehmensgründungen einen Wettbewerb. Der „IKT Innovativ“ ist ein Gründerwettbewerb, der neuartige Informations- und Kommunikationsideen auszeichnet. Dotiert ist er mit 30.000 Euro. Bis zu sechs Unternehmen werden in einer Wettbewerbsrunde ausgezeichnet. Mehr Informationen zum Thema „Gründen aus der Wissenschaft“ finden Sie unter: www.exist.de; www.germanaccelerator.com und www.gruenderwettbewerb.de

Kreative Ideen wettbewerbsfähig machen

Künstlerische, kulturelle und kreative Ideen sind selten bei klassischen Investoren beliebt. Um die Gründungs- und Erwerbschancen von innovativen Unternehmern, frei schaffenden Künstlern oder Selbstständigen aus der Kreativwirtschaft zu erhöhen, gibt es die bundesweite Initiative „Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“. Durch dieses Angebot soll der Branche ein Gesicht als eigenständiger Wirtschaftszweig verliehen werden und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Darüber hinaus kann besonders innovativen Projekten der Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ verliehen werden. Mehr Informationen zum Thema Gründung für Kreative finden Sie unter: www.kultur-kreativ-wirtschaft.de

Frauen in Führungspositionen

Die Gründerinnenagentur richtet sich mit ihrem Angebot speziell an gründungswillige Frauen zur Unterstützung unternehmerischer Selbstständigkeit und Unternehmensnachfolge durch Frauen. In erster Linie dient die Agentur als bundesweites Netzwerk und als Beratungseinrichtung, das mit Qualifizierungsangeboten Frauen den Weg zum eigenen Unternehmen oder in Führungspositionen erleichtern soll. Die Initiative versucht dabei gezielt arbeitsmarktrelevante Potentiale zu nutzen und Vorurteile abzubauen, um so dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Mehr Informationen rund um das Thema Frauen und Gründung finden Sie unter: www.existenzgründerinnen.de

Unternehmensnachfolge als Gründungschance

„nexxt“ ist der Name einer Initiative des BMWi in Zusammenarbeit mit Partnern von Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, des Kreditwesens und der freien Berufe. Sie richtet sich primär an Unternehmer, die ihren Betrieb übergeben möchten und an Gründer, die sich durch die Übernahme den Traum der Selbstständigkeit verwirklichen wollen. Die Unternehmerbörse „nexxt-change“ soll die Suche nach einem geeigneten Unternehmen erleichtern. Gleichzeitig bietet sie Unternehmern die Chance einen qualifizierten Nachfolger für den eigenen Betrieb zu finden. Darüber hinaus findet man auf der Plattform alle Materialien und Ansprechpartner, die bei diesem Prozess helfen sollen. Mehr Informationen zum Thema Unternehmensnachfolge finden Sie unter: www.nexxt.org

Freie Berufe und Gründen mit Migrationshintergrund

Der Weg ein Unternehmen zu gründen ist immer ähnlich, jedoch müssen einige Berufsgruppen bei einer Gründung auf Besonderheiten achten. Aus diesem Grund bietet die Universität Erlangen Nürnberg eine spezielle Beratung für Freiberufler an. Unter www.ifbgruendung.de erfährt man alles Wissenswerte rund um dieses Thema.

Für Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft bieten die Bundesländer spezielle Beratungsangebote in diesem Bereich. Darüber hinaus finden sich im Existenzgründerportal des BMWi Informationen und Angebote in vielen verschiedenen Sprachen. Alles zum Thema Gründung und den hier beschriebenen Initiativen finden Sie unter www.existenzgründer.de

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