Management Kathrin Hartmann – Ende der Märchenstunde

"Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt" - so ein Untertitel weckt Erwartungen. Erfährt man hier, wie der Kapitalismus die ehedem alternativen Ökos verschlingt?

Gewährt das Buch Einblicke in die perfi den Methoden der Konzerne, gesundheits- und umweltbewusste Kunden zu ködern? Ja und nein. Ja, weil die Autorin an Beispielen zeigt, wie der Bio-Hype als Verkaufsargument ausgeschlachtet wird. Nein, weil im Mittelpunkt von Hartmanns Buch weniger die Industrie als die Anhänger des Bio-Mainstreams selbst stehen.

In amüsanten Studien zeigt die Autorin, dass es den neuen Lifestyle-Ökos vor allem um ihr eigenes gutes Gewissen geht. Im Kampf gegen Klimawandel und Ausbeutung sei der von ihnen propagierte „strategische Konsum“ ein äußerst schwaches Schwert. Schließlich ändere eine H&M-Kollektion aus Ökobaumwolle nichts an den Arbeitsbedingungen der Näherinnen. Und Autos von Toyota seien nicht umweltfreundlich, nur weil der Konzern Bäume pflanzt.

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Das Buch lässt uns hinter die Kulissen des ökologischen Wandels im Supermarktregal blicken. Zugleich ist es ein Appell an Konsumenten, nicht blind jedem Ökosiegel zu vertrauen – und an Unternehmer, ihr grünes Engagement nicht zu oberflächlichem Greenwashing verkommen zu lassen.

Ende der Märchenstunde – Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt,

Autor: Kathrin Hartmann

Verlag: Blessing, 357 Seiten

Preis: 16,95 Euro

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