Management Lob der großen, weiten Welt

Globalisierung heißt nicht, Arbeitsplätze aus Deutschland in Billiglohnländer zu verlagern. Ach ja – sondern?

Statt auf Stammtischniveau zu argumentieren, hat sich Manfred Wittenstein auf den Weg in die Provinz gemacht. Mit seinem 22-jährigen Sohn, einem künftigen Wirtschaftsingenieur, der den Part des dezenten Globalisierungsskeptikers besetzt. Sie fahren nach Tuttlingen, wo 500 Firmen mehr als die Hälfte des Weltmarktbedarfs an Medizintechnik produzieren. Und nach Heilbronn – die Region beherbergt 54 Weltmarktführer. EBM-Papst ist einer davon, mit 70 Prozent Exportanteil. „Ohne Zugang zum Weltmarkt wären wir eine klitzekleine Firma“, bekommt Wittenstein dort zu hören. „Eine der tragenden Säulen, auf denen der Wohlstand unserer Heimatregion beruht, würde zusammenbrechen.“ Der 68-Jährige wird genickt haben bei solchen Worten, er ist ja nicht nur Autor und BDI-Vizepräsident, sondern auch Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG. Exportrate: deutlich über 50 Prozent.

Geschäftsmodell Deutschland
Warum die Globalisierung gut für uns ist
Manfred Wittenstein
Murmann, 214 S, 19,90 Euro

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