Management „Man muss die Kraft haben, sich immer wieder zu erneuern“

Beim Netzwerktreffen nimmt sich Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller Zeit für die impulse-Mitglieder.

Beim Netzwerktreffen nimmt sich Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller Zeit für die impulse-Mitglieder.© Trumpf

Es ist eine einmalige Konstellation in der deutschen Wirtschaft: Nicola Leibinger-Kammüller steht an der Spitze des Ditzinger Maschinenbauers Trumpf. Ihr Bruder und ihr Ehemann, Peter Leibinger und Mathias Kammüller, sind ebenfalls Mitglieder der Geschäftsführung. Wie es gelingt, Firma und Familie zusammenzuhalten und worauf es für den Erfolg ankommt, sagt sie im impulse-Interview.

Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller warnt davor, dass Familienunternehmen an Innovationskraft verlieren. „Das Konservative und Bewahrende“, so die Unternehmerin im impulse-Interview, „darf nicht dazu führen, dass wir zu langsam werden. „Es gebe eine Neigung, „im eigenen Saft zu schmoren.“Da müsse man aufpassen. „Man muss auch die Kraft haben, sich immer wieder zu erneuern“– durch neue Technologie und gute Mitarbeiter von außen.

Als großen Vorteil von Familienunternehmen gegenüber börsennotierten Konzernen sieht Leibinger-Kammüller vor allem ein langfristiges Denken. „Die meisten Familienunternehmer wollen das Unternehmen an die nächste Generation weitergeben. Und wenn Sie wissen, dass Sie nicht irgendwelchen anonymen Aktionären verpflichtet sind, sondern Ihren Kindern, dann führt das zu einem längeren Atem, zu einem stärker auf Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegten Denken. Das gibt Kraft und Stabilität.“

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Worauf es für den Erfolg eines Familienunternehmens ankommt

Für den Erfolg eines Familienunternehmens komme es darauf an, „dass die Familienmitglieder zusammenhalten und dass es für Konflikte einen Ordnungsrahmen mit klaren Regelungen gibt.“Die Realität sehe aber manchmal anders aus, schließlich gebe es auch „Beispiele von Familienunternehmen, die grandios an die Wand gefahren wurden.“

Gemeinsam mit ihrem Vater Berthold Leibinger, der bis Ende 2012 den Trumpf-Aufsichtsrat führte, sowie ihrem Bruder Peter Leibinger und ihrem Ehemann Mathias Kammüller, beide Mitglied der Geschäftsleitung, erhielt die Trumpf-Chefin Ende November den Preis „Familienunternehmer des Jahres“. Der Preis wird seit zehn Jahren vom Wirtschaftsmagazin impulse und der INTES Akademie für Familienunternehmen vergeben. Die Trumpf-Gruppe, die in der zweiten Generation von der Familie Leibinger geführt wird, zählt zu den weltweit führenden Werkzeugmaschinenbauern und Laserherstellern. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte das Unternehmen aus Ditzingen mit knapp 10.000 Mitarbeitern mehr als 2,3 Milliarden Euro um.

 

cover-dezember-abbinderDas ganze Interview mit Nicola Leibinger-Kammüller lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von impulse. Ab 28. November am Kiosk.

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