Bilder auf Unternehmenswebsites 5 Profi-Tipps für perfekte Website-Fotos
Mit den richtigen Website-Fotos überzeugen Sie Ihre Kunden.

© Javier Zayas Photography / Moment / Getty Images

Sie glauben, dass Website-Fotos nur hübsches Beiwerk sind? Weit gefehlt! Gute Bilder sind Verkaufsbeschleuniger. Eine Fotografin erklärt, wie Sie Kunden mit perfekten Fotos überzeugen.

1. Investieren Sie in eine eigene Bildwelt

Stockfotos von Bildagenturen sind umsonst oder günstig. Manche sehen richtig hübsch aus. Allerdings verwässern sie Ihre visuelle Kommunikation. Sie sind unpersönliche Massenware. Wie wollen Sie herausstechen, wenn Sie die gleichen Bilder verwenden wie Ihre Mitbewerber?

Es ist erwiesen, dass sich Menschen besser an Bilder erinnern, die anders sind als die, die sie schon einmal gesehen haben. Das erreichen Sie nur mit neuen, eigenen Fotos.

Die wichtigsten Eigenschaften von Website-Fotos, die Ihre Kunden überzeugen:

  • Informativ: Der Mensch versteht Bilder schneller als Texte. Achten Sie auf einen klaren Fokus im Bild.
  • Glaubwürdig: Vertrauen ist das A und O, wenn Sie verkaufen wollen. Tricksen Sie nicht: Verzichten Sie auf übertriebene Bildbearbeitung oder auf Fotos, die statt Ihrer Kollegen bezahlte Models zeigen.
  • Emotional: Menschen haben Wünsche und Sehnsüchte, die sie sich erfüllen möchten. Zeigen Sie ihnen diese Ziele in Bildern, die positive Gefühle erzeugen.
  • Transparent: Zeigen Sie Ihre Expertise! Bilder hinter den Kulissen sind perfekt dafür. Wie gehen Sie mit den Kunden um, wie entsteht ein Produkt, wo arbeiten Sie?
  • Professionell: Kein Website-Besucher möchte technisch fehlerhafte, lahme Hobbyfotos sehen.

2. Erstellen Sie ein Bild-Konzept für Ihre Website

Waren Sie schon mal hungrig und ohne Einkaufszettel im Supermarkt? Am Ende haben Sie alles Mögliche im Korb, aber nichts passt zusammen. Hätten Sie sich vorher überlegt, was Sie konkret kochen wollen, hätten Sie alle Zutaten für ein Gericht auf dem Tisch.

So ist es auch mit Website-Fotos: Ohne Konzept stehen Sie am Ende womöglich mit einem Header-Bild da, auf dem kein Platz für Text ist. In solchen Fällen müssen die Fotos mit Mehraufwand bearbeitet werden. Wenn es richtig doof läuft, müssen Sie ein zusätzliches Shooting oder einen neuen Fotografen buchen. Das kann frustrierend, zeitraubend und teuer werden.

Planen Sie Ihren visuellen Content. Nur, wer genau weiß, welche Bilder die Website-Besucher sehen wollen, kann sie bei dem Fotografen in Auftrag geben. Diese Fragen helfen Ihnen dabei:

Nische:

  • Was ist Ihr Thema? Worin sind Sie Experte?
  • Welche konkreten Angebote oder Produkte bieten Sie an?
  • Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alleinstellungsmerkmal:

  • Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?
  • Warum sollte der potenzielle Kunde ausgerechnet bei Ihnen kaufen?

Marke:

  • Welches typische Erscheinungsbild passt zu Ihnen – haben Sie eine CI (Corporate Identity)? Welche Stimmung soll rüberkommen?
  • Was für ein Mensch sind Sie?

Struktur der Website-Fotos:

  • Welche Unterseiten brauchen Bilder?
  • Gibt es besondere Formate?
  • Gibt es Bilder mit besonderen Anforderungen?
  • Welche Bilder passen zu Ihrem Content?

Diese Infos müssen anschließend in Bildinhalte übertragen werden. Professionelle Businessfotografen arbeiten meistens konzeptionell und übernehmen diesen Arbeitsschritt. Doch auch für Sie als Auftraggeber ist es wichtig, eine genaue Vorstellung davon zu haben, was Ihre Bilder vermitteln sollen. Nicht nur für das perfekte Briefing an den Fotografen, sondern auch für zukünftige Bildinhalte, etwa für Instagram, Facebook-Anzeigen oder Flyer.

3. Wählen Sie den Fotografen mit Bedacht

Lassen Sie Ihre Website-Fotos nicht von Onkel Karl machen. Suchen Sie eine professionelle Fotografin oder einen professionellen Fotografen, deren Stil und Arbeitsweise Ihnen gefällt. Buchen Sie sie nur dann, wenn Sie gut mit ihnen klarkommen. Achten Sie darauf, ob sie transparent kommunizieren, etwa in Bezug auf Preise. Machen sie einen verlässlichen Eindruck? Zeigen sie Interesse an Ihnen und Ihrem Unternehmen?

Schreiner Sascha Biessmann in seiner Werkstatt.© Zsu Szabo

4. Zeigen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz

Die Verlockung, altbewährte Fotos in einem Studio zu machen, ist groß. Doch was haben diese langweiligen Bilder mit Ihrem Business zu tun? Verlagern Sie das Shooting an Ihren echten Arbeitsplatz und überzeugen Sie Ihre Website-Besucher mit Bildern, die wirklich Ihr Business zeigen.

Diese Fotos werden nicht geleckt und im klassischen Sinne perfekt aussehen. Umso besser: Je natürlicher Sie auf den Bildern wirken, desto sympathischer und nahbarer kommen Sie rüber. Schließlich gilt: Menschen kaufen von Menschen.

Was Sie von authentischen Website-Fotos erwarten können? (Vorausgesetzt, sie sind gut gemacht.)

  • Entspannung: Kein unnatürliches Posing – besonders kamerascheue Menschen werden es lieben!
  • Glaubwürdigkeit: Ihre potenziellen Kunden lernen Sie kennen – und bauen Vertrauen auf.
  • Sie sparen Zeit und Geld: Sie brauchen keine externen Locations.
  • Selbstsicherheit: Sie kennen sich in Ihrer gewohnten Umgebung aus.
  • Lebendige Fotos: ungestellte, dynamische Situationen.
  • Ihre persönliche Handschrift: individuelle Bilder statt Massenfotos.
  • Moderne Aufnahmen: Altbackene Studioportraits wirken oft nicht zeitgemäß.

Leder-Designerin Ilka Brand an ihrem Arbeitsplatz.© Szu Szabo

5. Bereiten Sie sich gut auf das Shooting vor

Wenn Sie genau wissen, was auf Sie zukommt und wie Sie damit umgehen müssen, sind Sie entspannter und selbstsicherer. Und das sind wichtige Voraussetzungen für ein gelungenes Shooting.

Gehen Sie rechtzeitig (einige Tage) vor dem Shooting folgende Punkte durch:

  • Wählen Sie Ihre Outfits passend zu den Bildinhalten und Ihrem Konzept.
  • Checken Sie Outfits, Schuhe und Accessoires. Ist alles sauber, intakt, gebügelt?
  • Denken Sie an typische Arbeitsutensilien (falls das Shooting nicht an Ihrem Arbeitsplatz stattfindet).
  • Notieren Sie alle Kontaktdaten von Fotografen, Make-up-Artisten, der Location.

Wenn das Shooting an Ihrem Arbeitsplatz stattfindet:

  • Räumen Sie auf und säubern Sie alle glatten Flächen. Achten Sie auch auf Kleinigkeiten wie Fingerabdrücke am Bildschirm.
  • Falls Kollegen oder Kunden mit auf die Bilder kommen, machen Sie einen Zeitplan und denken Sie an Verträge, mit denen Sie regeln, dass Sie die Bilder auf Ihrer Website zeigen dürfen. Entsprechende Vorlagen finden Sie im Internet.

Noch ein Tipp: Verstellen und verkleiden Sie sich nicht. Je mehr Sie so sind, wie Sie sind, umso entspannter wird das Shooting. Lassen Sie die Hochsteckfrisur bleiben, wenn Sie sie sonst auch nicht mögen.

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