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Mobile-First-Index Wie Ihre Website auch weiter auf Google sichtbar bleibt

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Wenn Ihr Unternehmen weiterhin bei Google ranken soll, sollten Sie Ihre Website für Smartphones und Tablets optimieren.

Wenn Ihr Unternehmen weiterhin bei Google ranken soll, sollten Sie Ihre Website für Smartphones und Tablets optimieren.© lumen-digital / photocase.de

Google will bald noch stärker Webseiten bevorzugen, die fürs Smartphone optimiert sind. Das Projekt heißt Mobile-First-Index. Was Sie jetzt wissen müssen, um die besten Chancen beim Ranking zu haben.

1. Gut: Website handytauglich (responsive) anlegen.

Mehr als 60 Prozent des gesamten Internet-Traffics erfolgt heute über mobile Geräte – Tendenz steigend. Doch viele Webseiten sind nicht für die kleinen Handy-Bildschirme ausgelegt. Mobilfreundlich sind Webseiten, die besonders gut auf Smartphones oder Tablets nutzbar sind. Google bietet die Möglichkeit zu prüfen, ob eine Seite für Mobilgeräte optimiert ist.

Der einfachste Weg zu einer mobilfreundlichen Webseite ist das sogenannte responsive Design. Responsive Webseiten sind flexibel und können sich an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen. Die Seite sieht also auf einem Desktop-Monitor genauso gut aus wie auf einem Smartphone.

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2. Noch besser: bei der Entwicklung vom Smartphone aus denken.

Google hat für 2017 einen Mobile-First-Index angekündigt. Die Suchmaschine prüft in Zukunft nicht mehr, ob es zur Desktop-Version einer Seite auch eine Mobile-Version gibt, sondern umgekehrt. Mit anderen Worten: Künftig sollen Smartphone-User Suchergebnisse bekommen, die mobil leichter nutzbar sind. Ist eine Seite nicht mobiloptimiert, kann das bald zu einem schlechteren Google-Ranking führen.

3. Am besten: eine Seite für den Desktop, eine fürs Smartphone.

Wer eine Firmenseite mit vielen Inhalten und auch ein größeres Budget besitzt, sollte über eine zweite, speziell für mobile Geräte erstellte Webseiten-Version nachdenken. Der große Vorteil: Design und Funktion können komplett auf die Anforderungen eines Smartphone-Users abgestimmt sein. Zwei Seiten bedeuten allerdings auch mehr Wartungsaufwand.

4. Worauf muss man bei einer Seite fürs Smartphone achten?

Geschwindigkeit
Da die Internetverbindung unterwegs oft schlecht ist, sollte möglichst auf Schnickschnack wie Hintergrundmusik oder Animationen verzichtet werden. Auch große Bilder oder viele Weiterleitungen reduzieren die Geschwindigkeit. Ladezeiten über zwei Sekunden können User schnell vergraulen. Mit dem Tool PageSpeed Insights kann die Geschwindigkeit einer Seite getestet werden. Es gibt außerdem Tipps, wie die eigene Seite noch verbessert werden kann.

Schriftgröße
Für Smartphone-User ist es angenehm, wenn Inhalte auch ohne Zoomen gut erkennbar sind. Horizontales Scrollen von links nach rechts sollte vermieden werden. Besonders anwenderfreundlich ist ein einspaltiges Layout, bei dem alle Inhalte nicht neben, sondern untereinander stehen.

Inhalt
Nicht nur die technische Seite, auch die Inhalte einer Webseite sind für die mobile Nutzung optimierbar. Neben klaren, verständlichen und kurzen Sätzen ist auch eine übersichtliche Struktur mit Zwischenüberschriften entscheidend. „Gerade unterwegs wollen Menschen keine Schachtelsätze und zu lange und unbekannte Fachwörter lesen“, sagt Expertin Jacobi.

Technologie
Viele Desktop-optimierte Webseiten nutzen für Animationen und Videos Flash oder JavaScript. Viele Smartphones unterstützen allerdings kein Flash, sodass anstelle des Videos nur eine schwarze Fläche zu sehen ist. JavaScript-Animationen können zu extremen Ladezeiten führen. Mobile Surfer werden so vergrault.

Buttons und Links
Links oder andere Navigationselemente liegen häufig viel zu dicht beieinander oder sind zu klein, um sie auf dem Smartphone gut auswählen zu können. Auch Menschen mit großen Fingern müssen jedes Element einzeln klicken können. Häufig genutzte Schaltknöpfe wie Unterpunkte im Menü oder der Bestell-Button in einem Online-Shop sollten deshalb besonders groß sein. Vermeiden Sie umfangreiche Drop-down-Listen, Schieberegler und Elemente, die sich durch Bewegen der Maus verändern (Mouse-over-Effekt).

5. Wann stellt Google den Suchalgorithmus um?

Wann der neue Index genau kommt, ist noch unklar. Online-Marketing-Expertin Bianca Jacobi empfiehlt Unternehmen aber grundsätzlich eine mobilfreundliche Seite: „Wer einen professionellen Eindruck hinterlassen will, braucht eine mobiloptimierte Webseite.“ Die Kunden sind schließlich auch jetzt schon mit dem Smartphone auf ihrer Webseite unterwegs.

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