Social-Media-Accounts 3 Anzeichen, dass Sie einen Social-Media-Kanal löschen sollten – und wie Sie es am besten tun
Social Media Accounts löschen

© jayk7/Moment/Getty Images

Viele Unternehmen betreiben Social-Media-Kanäle, doch nicht immer erreichen sie damit die gesteckten Ziele. Drei Anzeichen, dass Sie sich von einem Kanal trennen sollten – plus Tipps zur Umsetzung.

Dank der sozialen Medien sind Unternehmen heutzutage einfacher denn je in der Lage, mit Kunden und potenziellen Interessenten Kontakt aufzunehmen sowie für eigene Produkte und Dienstleistungen zu werben. Diese Möglichkeit lässt sich fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Betriebe nicht entgehen.

Doch mitunter ist das Nutzen dieser Kanäle nicht sinnvoll und es kann sein, dass Sie sich von einem Social-Media-Kanal trennen sollten. Woran Sie dies erkennen – und was Sie beim Löschen eines Kanals beachten müssen.

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Anzeichen 1: Der gewünschte Erfolg bleibt auch nach Monaten aus

Unternehmensauftritte auf Social Media sollten immer ein klar definiertes Ziel haben. Das kann beispielsweise das Sammeln von so genannten Leads sein, also von qualifizierten Kontakten von Interessenten, die sich für ein Unternehmen oder ein Produkt interessieren und die einem die eigenen Adressdaten für einen weiteren Dialogaufbau überlassen. Oder aber die Vermarktung eines Produkts.

Bleiben Erfolge in Hinblick auf dieses Ziel aber auch nach Monaten aus, ist es ratsam, zunächst die Strategie zu ändern – posten Sie etwa Beiträge in einem anderen Stil, indem Sie beispielsweise die User-Ansprache von distanziert zu freundschaftlich ändern. Oder erstellen Sie einen anderen Leadmagneten, also Content-Angebote, die Kunden im Austausch für ihre Kontaktinformationen erhalten. Wenn auch dieser Richtungswechsel keinerlei Auswirkungen zeigt, ist es sehr wahrscheinlich ratsam, den Kanal zu schließen.

Anzeichen 2: Die Plattform passt nicht (mehr) zu Ihrem Unternehmen

Mit der Zeit kann sich zeigen, dass sich ein Kanal doch nicht so gut eignet, wie Sie das anfänglich angenommen haben. Merken Sie nach einer Weile, dass die Plattform und/oder deren Nutzer nicht zu Ihrem Ziel passen, sollten Sie sich eine Alternative suchen.

Oft ist es beispielsweise so, dass Unternehmen „einfach mal“ einen Instagram-Account erstellen – und dann feststellen, dass sie mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung gar keine ansprechenden Fotos und Videos produzieren können. Häufig ist das der Fall bei Software-Produkten, aber auch Versicherungen haben damit nicht selten Probleme. Auch, wenn sich der Fokus Ihres Unternehmens verschiebt, Sie also zum Beispiel eine ganz neue Zielgruppe ansprechen wollen, kann es nötig werden, andere Wege zu gehen und auf eine andere Social-Media-Plattform auszuweichen – etwa auf TikTok, wo eine sehr junge Altersgruppe zu finden ist.

Anzeichen 3: Der Kanal stellt nur noch eine Belastung dar

Bei allen Tätigkeiten auf Social Media sollten Sie immer das Verhältnis zwischen dem Aufwand und dem Nutzen im Blick behalten. Denn gerade in den sozialen Medien passiert es schnell, dass Sie sehr viel Zeit investieren, etwa in aufwendig produzierte Videos.

Die investierte Zeit muss sich aber auch bezahlt machen: Ohne ausreichend große Erfolge (siehe Punkt 1) wird der Kanal zur Belastung. Dann stiehlt Ihnen der zu große Aufwand die Motivation – Sie führen den Kanal nur noch halbherzig. Das wiederum wirkt sich immer auf die Follower aus; diese merken, wenn ein Channel nur noch auf einer Pobacke bespielt wird, und deabonnieren ihn im schlimmsten Fall.

Wann Sie einen Kanal wirklich löschen sollten

Bevor Sie sich dazu entscheiden, sich von einem Kanal zu verabschieden, sollten Sie eine Bestandsaufnahme durchführen. Vielleicht schätzen Sie die Lage falsch ein und profitieren doch mehr, als Sie denken. Denn gefühlter und tatsächlicher Erfolg gehen manchmal weit auseinander.

Stellen Sie sich daher folgende Fragen:

  • Habe ich mit diesem Kanal (m)ein Ziel erreicht?
  • Wie viele Follower habe ich?
  • Wie viel Traffic generiere ich?
  • Wie viele Leads erfasse ich?
  • Wie groß ist die Reichweite?
  • Finden viele Interaktionen auf der Plattform statt?

Beantworten Sie diese Fragen möglichst objektiv und realistisch. Viele Parameter lassen sich messen. Beispielsweise sehen Sie in Ihrem Business- oder Creator-Konto auf Instagram unter „Instagram-Insights“, wie viele Interaktionen Sie auf Stories, Posts und Co. erhalten haben. Diese Kennzahlen liefern Ihnen ein objektives Bild der Situation.

Was Ihr Ziel oder Ihre Ziele betrifft, sollten Sie sich ebenfalls auf konkrete Kennzahlen verlassen, falls das möglich ist. Follower und Interaktionsrate beispielsweise werden in Zahlen angegeben und sind somit messbare Größen. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei Kollegen aus der gleichen Branche, die erfolgreich Social-Media-Arbeit betreiben, welche Kennzahlen in welcher Größe dafür sprechen, dass ein Kanal besser läuft als Sie vielleicht denken.

Was Sie beim Löschen eines Kanals beachten sollten

Wenn Sie einen Kanal löschen möchten, stellt sich eine wichtige Frage: Sollen Sie Ihre Follower darüber informieren – oder nicht? Die Antwort darauf hängt ganz davon ab, was Sie persönlich bevorzugen und wie aktiv Sie vorher waren.

Liegt der Kanal seit Monaten brach und wurde von Ihnen nicht mehr gepflegt, können Sie ihn einfach löschen. Das wird den meisten Nutzern wahrscheinlich gar nicht auffallen.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich zu verabschieden und die Follower darüber zu informieren, dass dieser Account nicht weiter betrieben wird. Das hat den Vorteil, dass Sie die Nutzer auf Ihre anderen Kanäle lenken können.

Nutzen Sie einen Abschieds-Post, um Follower auf andere Plattformen mitzunehmen. Das gelingt Ihnen mit Sätzen wie „Auf X sind wird weiterhin aktiv“ oder „Wir würden uns freuen, Sie auf X wiederzusehen“. Verlinken Sie hier einfach Ihr Profil.

Entscheiden Sie sich für diese Option, sollten Sie mit dem endgültig Löschen noch etwas warten. Geben Sie den Nutzern ein paar Tage Zeit, Ihren Post zu lesen und Ihnen auf die andere Plattform zu folgen.

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1 Kommentar
  • Klaus Becker 9. September 2021 14:53

    Dass Sie Anzeigen des Investor-Verlags auf Ihrer Website haben, finde ich nicht gut.
    Bitte auch mal prüfen, ob das passt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus Becker

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