Management Ägypten – „Mehr Bürokratie als in Deutschland“

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Der Tempel von Karnak in Luxor, Ägypten

Der Tempel von Karnak in Luxor, Ägypten© German-Arab Chamber of Industry and Commerce

Deutsche Produkte gelten in Ägypten als teuer, aber zuverlässig. impulse hat die Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer gefragt, welche Branchen des Landes im Aufschwung sind - und welche Hürden es für Unternehmer gibt.

Welche Branchen sind bei Ihnen im Land im Aufschwung?

Rainer Herret, Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer: Die Wachstumsbranchen werden in diesem Jahr sein: der Bausektor, die Wasserwirtschaft, der Bereich Maschinen, der Gesundheitssektor, aber auch der Bereich Infrastruktur, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sowie die Chemiebranche. Auf unserer Homepage bieten wir einzelne Reports zu diesen Sektoren.

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Welche Produkte oder Dienstleistungen sind besonders gefragt?

Es gibt eine große Nachfrage nach Maschinen aller Art sowie Weiterbildung und Ausbildung.

Was sagt man bei Ihnen im Land über die Deutschen?

Wir erfreuen uns sehr großer Beliebtheit. Es gibt sechs anerkannte deutsche Schulen vor Ort, eine deutsche Universität, eine deutsche Hotelfachschule und einen Fachbereich der TU Berlin. An ägyptischen Grundschulen wird Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Deutsche Produkte gelten zwar nicht als billig, dafür aber als zuverlässig und qualitativ der Konkurrenz überlegen.

Welche kulturellen Unterschiede machen den Deutschen zu schaffen?

Es gibt in Ägypten deutlich mehr Bürokratie als in Deutschland und Korruption in vielen Bereichen.

Welche Hürden gibt es bei der Unternehmensgründung?

Eigentlich keine. Eine Firma kann binnen einer Woche angemeldet werden. Zeitaufwendig sind die Suche und das Finden eines geeigneten Partners, der die lokale Markt- und Sachkenntnis mitbringt.

Rainer Herret ist Geschäftsführer der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer. Die Kammer hat ihren Sitz in Kairo. Erreichbar ist sie über die Homepage www.ahkmena.com.

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