Karriereziele 2018 Diese guten Vorsätze haben Ihre Angestellten für den Job

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Die Mehrheit der Angestellten hat berufliche Vorsätze für 2018 - und die lassen sich oft schlecht mit den Zielen ihrer Arbeitgeber vereinbaren. Warum Chefs viel riskieren, wenn sie viel fordern.

Welche guten Vorsätze, welche Karriereziele haben Arbeitnehmer für das neue Jahr? Für Arbeitgeber ist diese Frage hoch relevant: Denn wer ein zufriedenes und hoch motiviertes Team will, sollte die Wünsche und Ziele seiner Mitarbeiter kennen und ernst nehmen. Antworten gibt die repräsentative Befragung „Karriereziele 2018“ des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland.

Wer viel fordert, riskiert viel

Die Ergebnisse dürften Arbeitgeber überraschen: Für die Befragten steht Work-Life-Balance an erster Stelle. 35 Prozent der Deutschen wollen versuchen, nach Feierabend besser abzuschalten, ein Drittel will die Arbeit lockerer sehen. Auch aus weiteren Antworten wird dieser Wunsch deutlich: So wollten 18 Prozent der Befragten weniger arbeiten und 4 Prozent denken sogar über eine berufliche Auszeit nach.

Mehr Gelassenheit, Berufliches und Privates besser trennen – das also sind die guten Job-Vorsätze der deutschen Arbeitnehmer für 2018. Arbeitgeber, die viel fordern, dürften es schwer haben; denn ständige Anrufe nach Feierabend und zahlreiche angeordnete Überstunden lassen sich mit diesen Arbeitnehmerwünschen nicht vereinbaren. Und wer die Erwartungen seiner Mitarbeiter enttäuscht, riskiert, sie zu verlieren. Ohnehin planen 13 Prozent der Befragten einen Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber.

Es gibt sie noch: die ehrgeizigen Leistungswilligen

Jedoch steht nicht für alle Deutschen die Freizeit im Mittelpunkt der beruflichen Vorsätze: Immerhin 19 Prozent der Befragten wollen 2018 effizienter arbeiten, 15 Prozent ihre Kompetenzen und Erfolge selbstbewusster präsentieren und 11 Prozent haben vor, sich stärker für ihren Job zu engagieren. Diese ehrgeizigen Leistungswilligen gilt es, im eigenen Unternehmen aufzuspüren und zu fördern.

Mehr Gehalt bleibt Wunsch Nummer 1

„Welche Entwicklung für Ihre Karriere wünschen Sie sich in 2018?“ – auf diese Frage antworteten 48 Prozent der Befragten: „Ich möchte mehr Geld verdienen“. Damit bleibt eine Gehaltserhöhung der Top-Karrierewunsch deutscher Berufstätiger. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert allerdings um drei Prozentpunkte gesunken.

„Wer will, dass die Mitarbeiter nicht nur aufgrund der Bezahlung eine Aufgabe übernehmen, muss ein Umfeld bieten, das die Mitarbeiter auch innerlich motiviert und sie als Persönlichkeit fordert“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. So wünschen sich 20 Prozent der Angestellten mehr Wertschätzung für ihre Leistungen. Ebenfalls 20 Prozent würden ihre Arbeitszeit gern selbstständig einteilen dürfen.

Mehr Leistung? Nur bei Förderung

Die gesunkene Leistungsbereitschaft spiegelt sich auch in den Karrierewünschen wieder: So träumen nur noch 11 Prozent davon, mehr Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen (im Vorjahr 14 Prozent).

Es gibt aber auch Arbeitnehmer, die sich beruflich weiterentwickeln wollen: So wünschen sich 18 Prozent der Angestellten, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, 17 Prozent wollen mehr IT-Know-how erwerben und 9 Prozent haben Interesse an einem Coaching in sozialen Kompetenzen.

Die Top 15 der beruflichen Vorsätze für 2018

  1. Nach Feierabend besser abschalten (35 %)
  2. Die Arbeit lockerer sehen (33 %)
  3. Effizienter arbeiten (19 %)
  4. Weniger arbeiten, z. B. Stunden reduzieren, um mehr Freizeit zu haben (18 %)
  5. Die eigenen Kompetenzen und Erfolge selbstbewusster präsentieren (15 %)
  6. Besser mit den Kollegen zusammenarbeiten (15 %)
  7. Sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben (14 %)
  8. Sich stärker im Job engagieren (11 %)
  9. Mehr Networking betreiben (10 %)
  10. Digitalkompetenz ausbauen (10 %)
  11. Neben dem Job weiterbilden (8 %)
  12. Studium oder Ausbildung beginnen bzw. fortführen (8 %)
  13. Aktiv um eine Beförderung bewerben (7 %)
  14. Innerhalb des Unternehmens in einer anderen Abteilung bewerben (5 %)
  15. Berufliche Auszeit / Sabbatical nehmen (4 %)

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