Provokation vermeiden 7 Killerphrasen, die andere auf die Palme bringen
Provokationen vermeiden ist nicht schwer - wenn man auf einige Sätze verzichtet.

Provokationen vermeiden ist nicht schwer - wenn man auf einige Sätze verzichtet.© Classen Rafael/EyeEm/Getty Images

Werden in Ihrem Team kleine Konflikte schnell zu einem Donnerwetter? Das liegt oft an einer provokanten Wortwahl! Sätze, die garantiert Streit vom Zaun brechen – und was Sie stattdessen sagen können.

Nach einem Wortgefecht stehen viele ratlos da und fragen sich: „Huch, wie kam es überhaupt so weit?“ Oft war ein Satz anders gemeint, wirkte aber dennoch als Provokation oder Vorwurf. Die Konsequenz ist dann miese Laune, versteckte Wut oder sogar offener Streit. Die richtigen Worte zu finden, ist im normalen Berufsalltag schon schwierig, in angespannten Situationen aber erst recht.

Aber: Es gibt beliebte Streitauslöser, die Sie mit etwas Übung elegant umgehen können.

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Diese Killersätze sollten Sie sich verkneifen

1. „Immer tust du …!“

Wenn sich Ihr Gegenüber über diese Phrase empört, dann zurecht: Dass jemand ununterbrochen etwas falsch macht, kann nicht der Wahrheit entsprechen. Besser: Hängen Sie Ihre Kritik an einer Situation auf.

Alternative: „Ich habe in Situation XY bemerkt, dass du … Kannst du das bitte lassen? Dann vermeiden wir Probleme.“

2. „Du bist so …

… unordentlich, kindisch, unzuverlässig.“ Wer jemanden so als ganze Person verurteilt, der kann ziemlich sicher damit rechnen, dass sein Gegenüber zurückschießen wird anstatt konstruktiv nach einer Lösung zu suchen oder einsichtig zu sein.

Alternative: Beschreiben Sie, was Sie sehen. „Du hast in den letzten Tagen Geschirr in der Büroküche stehen lassen.“ Sagen Sie dann, was das mit Ihnen macht, etwa: „Es nervt mich, wenn ich dir hinterherräumen muss.“ Schieben Sie dann Ihre Bitte hinterher, etwa: „Hast Du eine Idee, wie wir die Arbeit gerechter verteilen?“ 

3. „Stell dich nicht so an!“

Gerade in Stresssituationen neigen viele dazu, die Gefühle des anderen herabzuwürdigen. Auf ein „Stell dich nicht so an“ reagiert das Gegenüber dann aber meist beleidigt.

Alternative: Fragen Sie nach, was bei dem anderen los ist: „Was macht dich so wütend?“ „Was findest du gerade unfair?“ „Warum kannst du die Aufgabe nicht erledigen?“

4. „Tu das jetzt!“

Befehle passen zu starken Hierarchien, etwa zum Militär, oder zu Extremsituationen, in denen es keine Zeit zu verlieren gilt. Außerhalb von solchen Drucksituationen ist aber niemand gern Befehlsempfänger.

Alternative: Wer anderen auf Augenhöhe begegnen möchte, ersetzt den Befehl durch eine klare, aber freundliche Aufforderung. „Ich brauche XY zu Zeitpunkt XY. Es ist wichtig, dass du dich jetzt damit auseinandersetzt. Schaffst du das?“

5. „Spiel dich nicht so auf.“

Sie sind genervt, weil ein Mitarbeiter pampig wirkt? Dann schießen Sie nicht direkt zurück. Eine ehrliche Ich-Botschaft hilft, die Situation zu entschärfen.

Alternative: „So wie wir beide gerade drauf sind, kommen wir an diesem Punkt nicht weiter. Lass uns mal kurz durchschnaufen und dann in Ruhe reden.“ Oder: „Ich kann deine Aufregung verstehen, dennoch müssen wir das jetzt zum Abschluss bringen.“

6. „Das ist doch alles Mist.“

Ihren Frust müssen Sie zwar nicht herunterschlucken – dennoch können Sie ihn sachlich und lösungsorientiert formulieren.

Alternative: „Die letzten Vorschläge waren nicht hilfreich. Hast du noch andere Ideen?“

7. „Ist doch klar, was du jetzt denkst.“

Offenbar ist es nicht klar, denn: Sie stecken Ihr Gegenüber einfach in eine Schublade, anstatt wirklich zuzuhören. Besser: Fragen Sie nach, bevor Sie sich in Vorwürfen verstricken.

Alternative: „Ich verstehe nicht, was du mir damit sagen willst.“

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1 Kommentar
  • Ingo Ullrich 30. August 2019 15:53

    Mir drängt sich eine Frage auf = hört sich an wie im Kindergarten…kann das sein??

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