Management Podiumsdiskussion zum Thema „Nachfolge und Migranten“

Viele Familienfirmen suchen verzweifelt nach einem Nachfolger. Läge es da nicht nahe, auch Migranten häufiger zum Zuge kommen zu lassen? Dieses Thema greift impulse zusammen mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht auf. Am 22. Juni findet in Berlin dazu eine große Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik statt.

Seit Jahren haben Mittelständler Schwierigkeiten, den Generationswechsel zu meistern. Allein 2010 wurden fast 2000 Firmen mit mehr als 23.000 Arbeitsplätzen aufgegeben, weil sich keine geeigneten Nachfolger fanden. Warum greifen Unternehmen angesichts dieser dramatischen Situation nicht häufiger auf Migranten zurück?

Sie haben zwar einen anderen kulturellen Hintergrund, bringen aber oft die entsprechende Qualifikation mit – und sind häufig erfolgreiche Unternehmer. Wissenschaftler aus Berlin, die jüngst eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht haben, sprechen von „verschenktem Potenzial“. Warum treten Migranten nicht häufiger die Nachfolge an? Wo liegen die Vorbehalte? Und was lässt sich tun, um die Situation zu verbessern? Antworten auf diese Fragen soll die Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bringen, zu der das Unternehmermagazin impulse und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Sie herzlich einladen.

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Ort:
Alte Bibliothek der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Campus
Schöneberg, Haus B, 2. OG, Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin

Termin:
22. Juni, 16.00 Uhr.

Ablauf:
16.00 Uhr: Begrüßung durch Dr. Nikolaus Förster, Chefredakteur impulse, und HWR-Präsident Prof. Dr. Bernd Reissert

16.10 Uhr: Forschungsergebnisse zu „Unternehmensnachfolge und Migranten“, präsentiert von Prof. Dr. Dariu Zifonun, Soziologe an der Alice Salomon Hochschule Berlin und Mitautor der Studie „MiNa – Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgelücke im Mittelstand“. Gefördert wurde die Studie vom Institut für angewandte Forschung Berlin e.V. (IFAF), das vom Berliner Senat finanziell unterstützt wird, um die Forschung an Fachhochschulen zu stärken und den Wissens- und Technologietransfer in die Anwendung voranzutreiben.

16.20 Uhr: Erfahrungsberichte von Mikail Aydöner, Gastronom aus Duisburg, Mesut Çevik, Dienstleister aus Berlin, und Prof. Recep Keskin, Bauunternehmer aus Gevelsberg, sowie ein Beitrag der Berliner Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration, Dilek Kolat.

17.00 Uhr: Podiumsdiskussion mit Mikail Aydöner, Mesut Çevik, Prof. Recep Keskin, Senatorin Dilek Kolat sowie Prof. Dr. Birgit Felden (HWR, Projektleiterin MiNa). Moderation: Dr. Nikolaus Förster

18.00 Uhr: Informelles Get-together, Gelegenheit zum Austausch

Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist die Anzahl der Sitzplätze begrenzt. Sollten Sie Fragen zur Veranstaltung haben, können Sie sich gerne an die impulse-Chefredaktion wenden: Tel. 040-3703-8518

Referenten:

Mikail Aydöner, 32, arbeitete nach einem BWL-Studium im Management des Duisburger Hotels „Zum Löwen“, das jahrzehntelang in Familienhand war, und übernahm es schließlich. Heute führt er zugleich das Hotel Akazienhof samt Gourmetrestaurant.

Mesut Çevik, 37, übernahm vor fünf Jahren das Berliner Unternehmen Haake Textilpflege GmbH & Co. Wäscherei KG, das vor allem für Unternehmen der Gesundheitsbranche und Hotels arbeitet. Çevik, der zuvor bereits andere Firmen gegründet hatte, sprang ein, als die dritte Generation das Unternehmen nicht weiterführen wollte.

Prof. Dr. Birgit Felden, 45, ist Gründungsdirektorin des Instituts für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen der HWR Berlin und Vorstand der TMS Unternehmensberatung in Köln. Sie ist Projektleiterin von „MiNa – Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgelücke im Mittelstand“.

Dr. Nikolaus Förster, 43, ist seit 2009 Chefredakteur des Unternehmermagazins impulse aus dem Verlag Gruner + Jahr in Hamburg. Zuvor war er Ressortleiter und Gründungsmitglied der Financial Times Deutschland.

Prof. Recep Keskin, 62, geboren in der Türkei, übernahm 1989 im Ruhrgebiet das Traditionsunternehmen Betonfertigteilwerk Mark GmbH, zunächst als Geschäftsführer, 2001 als Eigner. Er ist Vorsitzender des Verbandes Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa e. V. (ATIAD) und Honorarprofessor an der Hochschule Anhalt in Köthen.

Dilek Kolat, 45, geboren in der Türkei, lebt seit ihrem dritten Lebensjahr in Berlin. 2001 wurde die Wirtschaftsmathematikerin Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (SPD). Seit Dezember 2011 ist sie Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration.

Prof. Dr. Bernd Reissert, 62, ist seit 2010 Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und war zuvor Gründungsrektor der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit.

Prof. Dr. Dariuš Zifonun, 43, ist Professor für Soziologie an der Alice Salomon Hochschule Berlin und Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Er ist Mitautor der Studie „MiNa – Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgelücke im Mittelstand“.

Weitere Informationen
Im Detail: Mehr Infos zu Programm, Ablauf, Referenten (PDF)

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