Management Sattes „Plopp“

Den Umsatz in zwei Jahren um zehn Prozent gesteigert, die Verwaltungskosten um 30 Prozent reduziert, den Aufwand für Neuentwicklungen auf sieben Prozent vom Umsatz aufgestockt - beim Autozulieferer Kiekert geht es wieder aufwärts.

Anfang 2006 stand der führende Hersteller von Seitentürschlössern für Autos vor dem Aus. „Das ist Vergangenheit, heute verbrennen wir kein Geld mehr“, sagt Vorstand Karl Krause. Als der promovierte Maschinenbau-Ingenieur Mitte 2007 sein Sanierungskonzept vorlegte, staunte die Branche nicht schlecht. Nicht Diversifikation war Kernstück des Fünfpunkteplans, sondern Stärkung
der Innovationskraft. „Wir wollen Tempo und Richtung neuer Technologien ganz wesentlich bestimmen.“ Seitdem investiert das Unternehmen wieder in Ingenieure und Facharbeiter. Deutlich sichtbares Zeichen für den neuen Kurs ist überdies die enge Verzahnung der Abteilungen Entwicklung und Vertrieb.

Den Takt gibt der Chef persönlich vor: Jede Neuentwicklung liegt einmal pro Woche auf dem Vorstandstisch. „Der Kunde erwartet Geschwindigkeit.“ So will Krause an die Erfolgsstory Zentralverriegelung anknüpfen – eine Kiekert-Erfindung und ein kostengünstiges Serienprodukt seit fast 20 Jahren. Schlösser müssen Sicherheit und Komfort garantieren, aber auch gut klingen: Wenn Krause auf dem Prüfstand eine Autotür öffnet und schließt, will er am Ende ein sattes „Plopp“ hören. „Das macht den Unterschied.“

Anzeige

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...