Management Schreibtischsinfonie

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Einmal im Monat stellt impulse-Redakteur Georg Dahm Unternehmerspielzeug vor

Einmal im Monat stellt impulse-Redakteur Georg Dahm Unternehmerspielzeug vor

Einmal im Monat stellt impulse Unternehmerspielzeug vor. Dieses Mal: Computerklang. Miniboxen-Systeme können die minderwertigen Lautsprecher im Computer ersetzen - mit einem erstaunlichen Klangvolumen.

Als ich konfirmiert wurde, kannten wir zwei Verwendungsmöglichkeiten für die Geldgeschenke: Stereoanlage oder Computer. Ich entschied mich für den PC und schlug mich weiter mit meinem alten Radiorekorder durch. Heute wäre die Entscheidung unproblematischer: Meine Festplatte fasst mehr Musik als mein Plattenregal, und mit den richtigen Komponenten klingt der Computer auf meinem Schreibtisch so gut wie die Anlage daheim. Ich müsste zum Beispiel sehr viel Geld ausgeben, um den exzellenten, raumfüllenden Klang der Xeo3-Funkboxen des dänischen Herstellers Dynaudio zu übertreffen. Die 1500-Euro-Aktivlautsprecher bekommen ihr Signal von einem Sender am USB-Port, sie können überall stehen, wo eine Steckdose ist.

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Mehr optische Extravaganz bieten die lederbezogenen Living LV2e von Audiopro: gleiches Prinzip, nicht ganz so brillanter, aber immer noch ausgezeichneter Klang, Laptopnutzer schätzen den sehr kompakten USB-Sender. Mit beiden Systemen lassen sich auch mehrere Räume beschallen, per Fernbedienung schaltet man zwischen den Boxenpaaren um und regelt den Pegel. Wer nur einen Tisch zu beschallen hat, schließt die feinen britischen Bowers & Wilkins MM-1 am USB-Port an und staunt über das Klangvolumen der Miniboxen. Das Qualitätsgeheimnis dieser Systeme: Sie ­ersetzen nicht nur die minderwertigen Lautsprecher im Computer, sondern enthalten eine eigene Elektronik, die Musikdaten in Klang umwandelt – das geschieht sonst im Computer, wo allerlei elektrische Radaumacher stören. Für ein paar Youtube-Filmchen und MP3-Streams wäre die schöne Klangtechnik natürlich viel zu schade, wer sie ausreizen will, kopiert sich ­seine CDs in Originalqualität auf die Festplatte (dafür in Programmen wie iTunes als Importformat AIFF, FLAC oder WAV auswählen).

Computerklang
1 Freiheit Die leder­bezogenen Funkboxen LV2e gibt es auch in Weiß oder Schwarz, 800 Euro, unter www.audiopro.com
2 Understatement Nur bierdosengroß sind die edlen USB-­Boxen Bowers & Wilkins MM-1, 500 Euro, unter www.bowers-wilkins.com
3 Ritterschlag Der Cambridge DacMagic Plus adelt den PC zur Hi-Fi-Komponente, 600 Euro, unter www.cambridgeaudio.com

Eine saubere Kopie kann besser klingen als die kratzeranfällige CD – weswegen auch Hi-Fi-Fanatiker heute gern Computer an ihre Verstärker anschließen. Als Bindeglied dienen dabei Geräte wie der Cambridge DacMagic Plus: Die elegante Box liefert einen wunderbaren Klang vom PC an die Anlage oder den Kopfhörer. D/A-Wandler heißen diese Hi-Fi-Bausteine, die es in vielen Preisklassen und Größen gibt (Vielreisenden empfehle ich den Audioquest Dragonfly im USB-Stick-Format). Computer oder Anlage? Ach, am besten beides.

Aus dem Magazin
Mehr dazu erfahren Sie in der impulse-Ausgabe 11/2012.

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