Ideenspeicher Dieser simple Trick hilft, fokussiert zu arbeiten
Ein Ideenspeicher hilft, den fokussiert zu arbeiten

© Paula Daniëlse | Moment | Getty Images

Sie haben den Kopf voller Ideen? Damit Sie Ihre eigentlichen Ziele nicht aus dem Blick verlieren, empfiehlt ein Selbstmanagement-Experte eine einfache Methode: den Ideenspeicher.

Vielleicht haben Sie gerade einen Podcast gehört, der Sie inspiriert hat. Da könnten Sie sich etwas für Ihr Newsletter-Marketing abgucken! Die Idee erscheint Ihnen genial und Sie möchten sie auf keinen Fall vergessen. Aber eigentlich haben Sie sich für heute die Budgetplanung für das nächste Jahr vorgenommen …

Ideen und Geistesblitze sind wichtig für alle, die ihr Unternehmen voranbringen wollen – aber sie blockieren auch den Kopf und halten uns von wichtigen Aufgaben ab. „Sie erscheinen uns im Augenblick als absolut unumgänglich, aber oftmals sind sie nur Störfeuer, reine Ablenkung und rauben uns den Fokus“, schreibt der Selbstmanagement-Experte Lars Bobach in seinem Buch „7 Geheimnisse erfolgreicher Unternehmer“.

Sammeln Sie all Ihre Ideen in einer zentralen Ablage

Für fokussiertes Arbeiten, so Bobach, braucht es einen klaren Kopf und keinen, der mit Ideen vollgestopft ist. Er verweist dazu auf ein Zitat von David Allen, dem Erfinder der „Getting Things Done“-Methode: „The mind is for having ideas, not for keeping them.“ Also: Wir haben unser Gehirn, um Ideen zu entwickeln und nicht, um sie zu speichern.

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Doch wohin mit all den guten Ideen? Bobach beschreibt einen simplen Trick, der sehr effektiv ist: Er empfiehlt eine zentrale Ablage, um die Ideen aus dem Kopf zu bekommen. In diesem sogenannten Ideenspeicher landet alles, was Ihnen in den Sinn kommt und Sie gern festhalten wollen. Sei es eine neue Produktidee, der Titel für Ihren nächsten Blog-Beitrag oder der TED-Talk, den Sie sich unbedingt noch einmal genauer anschauen wollen. Mit dem Wissen, dass Ihre Idee dort sicher aufgehoben ist, wird der Kopf frei für neue Gedanken, so Bobach.

Ihr Ideenspeicher kann ein Notizbuch sein, in dem Sie alles handschriftlich festhalten, oder eine digitale Notiz-App. Entscheidend ist, dass Sie die Ideen wirklich nur an einem Ort sammeln und immer und überall Zugriff auf die Liste haben. Schließlich kommen einem Geistesblitze manchmal auch beim Spazierengehen oder im Supermarkt.

Lassen Sie die Ideen in Ruhe reifen

Wichtig: Ihr Ideenspeicher ist keine Aufgabenliste! Etwas dort zu notieren bedeutet nicht, dass Sie die Idee auch wirklich umsetzen. Lassen Sie sie erst einmal in Ruhe reifen. Bobach rät dazu, sich den Ideenspeicher regelmäßig vorzunehmen: Blocken Sie sich zum Beispiel einmal im Monat eine Stunde dafür und gehen Sie die notierten Ideen durch.

Streichen Sie alles, was Sie nicht mehr überzeugt

Mit etwas Abstand erscheint Ihnen die Idee, das in dem Podcast vorgestellte Marketing-Konzept zu kopieren, doch nicht mehr so brillant. Alles, was Sie nicht mehr überzeugt, können Sie laut Bobach beherzt von Ihrer Liste streichen. Im Wissen, dass Sie dieser vermeintlich geniale Gedanke nicht von Ihren eigentlichen Zielen abgebracht hat.

Finden Sie auf Ihrer Ideenliste aber Punkte, die Ihnen auch nach einigen Wochen noch wichtig und zielführend erscheinen, können Sie sie planvoll angehen und abarbeiten. Etwa, indem Sie sich nach der Timeboxing-Methode feste Zeitblöcke dafür in Ihrem Kalender reservieren.

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1 Kommentar
  • Hauke Berndt, hauke.berndt@ppimedia.de 22. Juni 2021 09:10

    Wir haben bei ppi das „Mach-Glas“ eingeführt. Da kommen alle neuen (Geschäfts-)-Ideen hinein. Nach einer Zeit nimmt man sich dann das Glas vor, leert es aus und nach einer Ease-and-Impact Methode werden die Ideen strukturiert. Die Idee mit einfacher Umsetzung und hoher Wirkung: „einfach machen“ :-)
    Für die Umsetzung der Idee empfiehlt es sich, den Prozess mittels Growth-Board im Lean-Startup Stil zu begleiten.

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