Sachbücher für Unternehmer Diese Bücher sollten Sie jetzt lesen
Buchtipps für Unternehmer 2019

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Jedes Jahr erscheinen unzählige Business-Bücher – aber welche lohnen sich wirklich zu lesen? Die impulse-Redaktion hat für Sie sortiert: Diese Bücher sollten auf Ihrer Leseliste 2019 nicht fehlen.

„Mindshift“ von Svenja Hofert

empfohlen von Jelena Altmann, Redakteurin:

In der digitalisierten Arbeitswelt müssen Unternehmer innovativ, kreativ und ständig offen für Neues sein, um mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten. Dafür ist es notwendig, alte Denkmuster und eingeschliffene Routinen abzulegen. Nur wie genau macht man das? Und wo fängt man an?

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Die Unternehmensberaterin und Autorin Svenja Hofert hat sich mit der Frage beschäftigt und ein Arbeitshandbuch dazu geschrieben. In 22 Kapiteln erklärt sie leicht umsetzbare Methoden, wie jeder ein bestimmtes, für die Zukunft wichtiges „Mindshift“ weiterentwickeln kann. Dazu gehören etwa das Querdenken oder die Welt aus der Perspektive anderer Menschen betrachten zu können.

Jedes Kapitel ist wie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung aufgebaut. Dabei zeigt Hofer zum Beispiel, was jeder sofort in fünf Minuten umsetzen kann, was in sechs Wochen und welche Übungen sich im Team umsetzen lassen. Das Gute am Buch: Leser können zwischen den Kapiteln springen und das lesen, was sie am ehesten interessiert.

Svenja Hofert: „Mindshift. Mach dich fit für die Arbeitswelt von morgen“. Campus, 19,95 Euro.

„Stachelige Persönlichkeiten im Business“ von Jörg Berger und Monika Bylitza

empfohlen von Olivia Samnick, Volontärin:

Kennen Sie auch diese Mitmenschen, mit denen man immer wieder aneinandergerät? Blöd nur, dass man im Alltag oft mit ihnen auskommen muss. Besonders im Arbeitsleben kann das zur Zerreißprobe werden. Der Psychotherapeut Jörg Berger und die Coachin Monika Bylitza beschreiben in ihrem Buch sieben Typen, mit denen der Umgang schwerfällt – und liefern Strategien, wie man besser mit ihnen klarkommt, gleich mit.

Nach der Lektüre weiß der Leser nicht nur, wie man Blender, Vermeider und Einschüchterer ertappt und ihnen die Stirn bietet. Es geht auch darum, wieso sich manche Menschen überhaupt besonders kratzbürstig zeigen und wie man sie dabei unterstützt, ihr destruktives Verhalten abzulegen. Mit diesem Wissen lässt sich das Miteinander ein ganzes Stück angenehmer gestalten. Und so ganz frei von Marotten, die andere auf die Palme bringen, ist man selbst ja auch nicht.

Jörg Berger, Monika Bylitza: Stachelige Persönlichkeiten im Business. Wie Sie mit schwierigen Mitarbeitern und Kollegen erfolgreich zusammenarbeiten. Verlag der Francke-Buchhandlung, 19,95 Euro.

„Disruptive Thinking Work- & Playbook“ von Bernhard von Mutius

empfohlen von Angelika Unger, Chefin vom Dienst digital:

Disruption, so nennt man es, wenn Innovationen bestehende Geschäftsmodelle oder gar ganze Märkte zerstören. Wer zukunftsfähig bleiben will, sollte selbst disruptive Ideen entwickeln, sagt der Zukunftsdenker Bernhard von Mutius. Und vor allem lernen, die ungewisse Zukunft als Chance zu sehen und nicht als Gefahr, vor der man am besten die Augen verschließt.

Mutius‘ „Disruptive Thinking Work- & Playbook“ hilft den Lesern, ein neues Denken zu entwickeln – und das beschert überraschende Selbsterkenntnisse: etwa, wenn man sich die Eine-Million-Euro-Frage stellt oder das 9-Punkte-Problem löst. Hilfreich, etwa für den nächsten Teamworkshop, sind auch die Methoden für mehr Agilität und Kreativität.

Keine Lektüre zum gemütlichen Schmökern auf dem Sofa. Sondern ein Arbeitsbuch, das – wenn man es konsequent durcharbeitet – hilft, das eigene Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Bernhard von Mutius: Disruptive Thinking Work- & Playbook. Wie disruptives Denken im Alltag wirksam wird. Gabal, 34,90 Euro.

„Schlaf wirkt Wunder“ von Hans-Günter Weeß

empfohlen von Kathrin Halfwassen, freie Mitarbeiterin:

„Hast du letzte Nacht auch so schlecht geschlafen?“ Klare Sache: Der Schlaf ist in Smalltalks ein ähnlicher thematischer Dauerbrenner wie das Wetter. Insbesondere Unternehmer bekommen ja gern mal zu wenig Schlaf: weil die Arbeit bis in die Nacht dauert – oder der Gedanke an die Zukunft der Firma ein, zwei Stunden von der Nachtruhe abknapst. Ungut, schließlich sichert nichts die Produktivität nachweislich besser als ausreichend Schlaf.

Wer also das Gefühl hat, bei der eigenen Schlummerqualität sei noch Platz nach oben, sollte das Buch von Schlafforscher Hans-Günter Weeß lesen. Im ersten Teil beantwortet Weeß so ziemlich jede Frage rund ums Thema und erklärt dabei etwa, warum Schlaf die wohl segensreichste Erfindung der Natur ist, warum wir bei Schlafmangel ähnlich unkontrolliert handeln wie unter Alkohol, wie sich die Nachtruhe mit dem Alter verändert – und welche vermeintlichen Wahrheiten rund um das Thema gar nicht stimmen („Schlaf vor Mitternacht ist der beste …“).

Im Praxisteil des Buchs gibt es ein Drei-Wochen-Programm für besseren Schlaf. Zwar sind manche Tipps herausfordernd – etwa der, dreißig Kniebeugen auszuführen, um nicht beim Fernsehen einzuschlafen. Aber: Wer das Programm durchhält, wird danach den Schlaf nie mehr als Feind betrachten, der wertvolle Lebenszeit raubt. Sondern im Gegenteil als Freund, der es einem ermöglicht, die Zeit, die man wach ist, tatsächlich wach zu erleben.

Schlaf wirkt Wunder: Alles über das wichtigste Drittel unseres Lebens. Doemer, 16,99 Euro.

„Die Agilitäts-Falle“ von Thomas Würzburger

empfohlen von Jelena Altmann, Redakteurin:

Unternehmen müssen agiler werden – im Zusammenhang mit der Digitalisierung fallen solche Worte oft. Entsprechend viele Ratgeberbücher gibt es dazu, mit unzähligen Anleitungen für den Aufbau flexibel und selbstbestimmt arbeitender Teams.

In diesem Überangebot sticht das Buch „Die Agilitäts-Falle“ hervor: Der Autor, Coach und Redner Thomas Würzburger verrät keine Tipps und Tricks, stattdessen setzt er sich mit der Forderung nach mehr Agilität kritisch auseinander. Er erklärt, warum viele Firmen daran scheitern und was agile Firmen tatsächlich brauchen, bevor sie loslegen: Menschen mit einer gefestigten Persönlichkeit.

In verschiedenen Modellen zeigt Würzburger, wie Chefs und Mitarbeiter persönlich reifen können und welche Eigenschaften sie dafür weiterentwickeln sollten. Sie sollten zum Beispiel die Fähigkeit haben, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen, Emotionen zu deuten und zu kontrollieren und Pläne umzusetzen.

Würzburgers Fazit: Unternehmer und Angestellte können nur agil arbeiten, wenn sie in sich stabil sind.

Thomas Würzburger: „Die Agilitäts-Falle. Wie Sie in der digitalen Transformation stabil arbeiten und leben können“. Vahlen, 24,90 Euro.

„Foresight Mindset“ von Mario Herger

empfohlen von Angelika Unger, Chefin vom Dienst digital:

Mario Herger habe ich im April auf unserer Unternehmer-Reise ins Silicon Valley kennengelernt: Ein kluger Kopf, der seit fast 20 Jahren in den USA lebt und den Spirit des „Valley“ aus erster Hand kennt. Dort gilt noch mehr als anderswo: Alles verändert sich in rasender Geschwindigkeit und in der Zukunft bleibt nichts so, wie es bisher war. Wer immer erst wartet, bis Trends groß sind, läuft hinterher – und riskiert, abgehängt zu werden.

Herger geht es nicht um Blockchain, KI, agiles Arbeiten oder autonomes Fahren. Sondern darum, die Zukunft zu erkennen und sich darauf vorzubereiten – und genau dabei will der Autor Unternehmern helfen. Das Herzstück des Buchs ist das „Foresight Mindset Tool Kit“: ein Methodenkoffer, prall gefüllt mit mehr als 50 Vorlagen zum Selbst-Bearbeiten. Methoden wie „Zeitung aus der Zukunft“ oder „Denke, teile, schreibe“ bringen nicht nur Spaß. Sie machen auch Lust auf die Zukunft: Lust darauf, zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

Mario Herger: Foresight Mindset. Wie das Silicon Valley die Zukunft designt und Trends und Geschäftsideen frühzeitig erkennt und bestimmt. Vahlen, 29,80 Euro.

„Jeder Kunde zählt“ von Dana Arzani

empfohlen von Peter Neitzsch, Redakteur:

Den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens zu rücken, das machen Start-ups oft besser als etablierte Unternehmen. Sie punkten nicht nur durch neue Technologien, sie hinterfragen auch: Was stiftet wirklich einen Kundennutzen?

Die Beraterin und Trainerin Dana Arzani hilft Unternehmen dabei, Kundenzentrierung im Firmen- und Vertriebsalltag umzusetzen. Ihr Buch „Jeder Kunde zählt“ versteht sich als Workbook – mit konkreten Anleitungen, Checklisten zum Abhaken und Platz für Notizen.

Statt auf abstrakte betriebswirtschaftliche Formeln setzt die Autorin auf leicht nachvollziehbare Praxisbeispiele. Schließlich kennen auch Firmenchefs die Höhen und Tiefen des Konsumentendaseins aus unzähligen (Verkaufs-)Situationen und wissen, was sie als Kunde nervt oder aber glücklich macht.

In ihrem Buch zeigt Arzani, wie Unternehmer ihre Firmenkultur so verändern, dass der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht, wie sie positive Kundenerlebnisse schaffen und durch Zusatzangebote eine Kundenbeziehung gezielt verlängern können. Das sorgt nicht nur für mehr Umsatz, sondern spart auch Geld: Denn neue Kunden zu werben, kostet sehr viel mehr als zufriedene Kunden, die aus freien Stücken wiederkommen.

Dana Arzani: Jeder Kunde zählt. Kundenzentrierung einfach umsetzen. Das Workbook. Hanser Fachbuch, 36,90 Euro.

„Der 2-Stunden-Chef“ von Insa Klasing

empfohlen von Verena Bast, Redakteurin:

Rückblickend, sagt Insa Klasing, war ihr Reitunfall das Beste, was ihr passieren konnte. Die Deutschland-Chefin der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken hatte sich dabei 2016 beide Arme gebrochen und fiel sechs Wochen aus. Nach der Reha konnte sie anfangs nur zwei Stunden arbeiten. Doch zu ihrem Erstaunen war in der Firma weder Chaos ausgebrochen noch alles zum Stillstand gekommen. Ihr Team hatte sogar noch einen Gang hochgeschaltet.

Klasing begann Literatur zur Mitarbeitermotivation zu lesen – und plötzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. „Mein Team war deshalb so durchgestartet, weil es den Freiraum hatte, den es brauchte“, sagt die 40-Jährige, die heute mit ihrem Start-up TheNextWe Chefs und Mitarbeiter namhafter Unternehmen coacht.

In ihrem Buch „Der 2-Stunden-Chef“ beschreibt sie, wie sie das Loslassen lernte und welch enorm positiven Effekte das auf ihr Team und das Unternehmen hatte. Darüber hinaus gibt sie praktische Tipps, wie Unternehmer auch ohne Reitunfall loslassen lernen und so Zeit für wichtige Zukunftsaufgaben gewinnen und ihr Team motivieren können.

Ein inspirierendes Buch mit vielen wertvollen und überraschenden Erkenntnissen – ein Lesetipp für alle Unternehmer, die im Tagesgeschäft versinken und sich Freiräume schaffen wollen.

Insa Klasing: Der 2-Stunden-Chef. Campus, 24,95 Euro.

„Draußen gehen“ von Christian Sauer

empfohlen von Jelena Altmann, Redakteurin:

Ob bei einem Projekt, beim Schreiben von Webseitentexten oder der Entwicklung eines neuen Produkts – jeder, der kreativ arbeitet, steckt mal im Schöpfungsprozess fest. Ein gutes Mittel gegen den Knoten im Kopf: Jacke anziehen und einmal um den Block gehen. Ja, richtig gelesen. Ob ein kurzer oder langer Gang – es ist eine einfache, schnelle und kostenlose Technik, um das Gedanken-Wirrwarr aufzulösen.

Unter anderem darum geht es in dem Buch „Draußen gehen“ des Hamburger Journalisten und Coachs Christian Sauer. Er zeigt, welchen positiven Effekt das Gehen auf die Psyche hat, zum Beispiel, dass es zwanghaftes Nachdenken verhindert und den Mut fördert, Arbeit neu anzugehen. Dabei ist es egal, ob man regelmäßig nur eine Stunde spazieren geht oder tagelang wandert. Vor allem Unternehmer, die ständig neue Ideen entwickeln, sollten sich Zeit dafür nehmen.

In seinem Buch bezieht sich Sauer auf verschiedene Autoren wie Ulrich Grober, Anselm Grün und Manuel Andrack, die übers Wandern geschrieben haben. Er beschreibt eigene Geh-Erfahrungen, gibt Tipps, wie man Städte erwandern kann, und erzählt von ungewöhnlichen Begegnungen, etwa mit einer Frau, die in vier Monaten 2000 Kilometer gelaufen ist.

Es ist ein Buch, dass Lust macht, öfter mal vor die Tür zu gehen.

Christian Sauer: „Draußen gehen – Inspiration und Gelassenheit im Dialog mit der Natur“. Verlag Hermann Schmidt, 29,80 Euro.

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