Überzeugend präsentieren Die Erfolgsgeheimnisse der Präsentationsgenies

Steve Jobs' Präsentationen waren legendär. Nutzen Sie seine Techniken, um überzeugend zu präsentieren!

Steve Jobs' Präsentationen waren legendär. Nutzen Sie seine Techniken, um überzeugend zu präsentieren!© Justin Sullivan / Staff / Getty Images North America

Sie wollen präsentieren wie Steve Jobs, Barack Obama oder Elon Musk? Wenn Sie auf die Erfolgsgeheimnisse der Präsentationsgenies setzen, werden die Zuhörer an Ihren Lippen hängen.

Das Überraschungsmoment von Steve Jobs, die Eloquenz von Barack Obama oder die lockere Art von Oprah Winfrey – wer möchte nicht vor seinem Publikum mit diesen Fähigkeiten glänzen? Doch die wenigsten haben diese Eigenschaften in die Wiege gelegt bekommen, sondern hart daran gearbeitet. Ich habe die überzeugendsten Speaker unter die Lupe genommen und ihr Erfolgsgeheimnis für Sie entschlüsselt.

Überraschen und inspirieren Sie wie Steve Jobs

Eine klassische Rede ist nach dem einfachen Schema Einleitung, Hauptteil und Schluss aufgebaut. Jeder Teil nimmt eine besondere Funktion ein. Im Schlussteil sollen Kernbotschaften häufig wiederholt oder ein Appell zum Handeln formuliert werden. Vor allem Steve Jobs hat letzteren Punkt perfektioniert.

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Wir alle kennen den Satz „One more thing …“, mit dem er am Ende einer Apple Keynote die nächste große Innovation angekündigt hat. Gleichzeitig war dies ein Appell an uns alle, dieses Produkt zu erwerben. Setzen Sie also Ihr Statement zum Schluss und kreieren Sie Ihr eigenes Markenzeichen.

Nutzen Sie Ihre Stimme wie Barack Obama

Klar, Barack Obama ist ein charismatischer Redner. Doch ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie gekonnt und pathetisch er seine Stimme nutzt? Obamas tiefe Stimme weckt Vertrauen. Er spricht langsam und betont und setzt an den passenden Stellen zu einer dramatischen Pause an. Kommt er bei einer wichtigen Passage an, so spricht er etwas lauter. Wiederholungen steigern dabei den dramatischen Effekt. Schon Aristoteles wusste, dass es bei einer guten Rede darauf ankommt, welche Emotionen man bei seinem Zuhörer hervorruft.

Seien Sie enthusiastisch wie Elon Musk

Sie gehören nicht zu den besten Rednern und das Lampenfieber bringt Sie um? Da sind Sie nicht allein! Auf den ersten Blick scheint Elon Musk nämlich alle Fehler zu begehen, die man bei einem Vortrag machen kann. Er sagt „ähm“ geradezu inflationär, verhaspelt sich oft, bricht mitten im Satz ab und verliert den roten Faden, weil er sich in Details verliert.

Trotz dieser gravierenden Fehler wird er permanent als guter Redner eingestuft. Was also macht dieser Mann richtig? Die Antwort ist simpel: Er brennt für sein Thema. Nichts wirkt einstudiert. Stattdessen zeigt er pure Begeisterung für das, worüber er spricht – und das wirkt ansteckend auf seine Zuhörer.

Seien Sie so konkret wie Timotheus Höttges

Auf den Listen der besten deutschen Redner hat er jedes Jahr die Pole-Position inne: Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom. Das hat einen einfachen Grund: Besonders in Unternehmenspräsentationen reden Manager gerne mal um den heißen Brei herum und verlieren sich in Bandwurmsätzen und umständlichen Fachbegriffen. Das führt dazu, dass Kernbotschaften gar nicht beim Publikum ankommen. Höttges umgeht das, indem er kurze und leicht verständliche Sätze formuliert.

„Heute soll es darum gehen: Wie funktioniert eigentlich die Digitalisierung im Wohnzimmer?“ Mit dieser Einleitung startete er seine Rede zur Hauptversammlung der Deutschen Telekom 2016 und nahm die Zuhörer mit in das vernetzte Wohnzimmer der Zukunft. Auch greift er nicht zu Passiv-Formulierungen. Indem er Botschaften und Handlungsaufforderungen bewusst aktiv formuliert, wird deutlich, an wen seine Botschaft gerichtet ist und wer zum Handeln animiert werden soll.

Das können Sie sich von ihm abgucken: Sagen Sie beispielsweise „Wir beide müssen eine Lösung finden“, anstatt „Es muss eine Lösung gefunden werden“. Verlieren Sie sich nicht zu sehr in Wortspielereien. Denn bei einer Rede kommt es vor allem auf die Verständlichkeit an.

Erzählen Sie persönliche Geschichten wie Oprah Winfrey

Alle lieben Oprah. Doch wie schafft sie es, so viele Menschen zu begeistern? Die Antwort: Sie integriert persönliche Geschichten in ihre Reden. Dieses Konzept, auch Storytelling genannt, stellt eine persönliche emotionale Ebene zwischen Sprecher und Publikum her. Vor allem US-Amerikaner nutzen dies gern, bevorzugt beginnen sie mit Geschichten aus dem Familienleben.

Als Oprah Winfrey 2018 den Golden Globe für ihr Lebenswerk erhielt, begann sie ihre Dankesrede mit einer Anekdote aus ihrer Kindheit: Sie beschrieb eindrücklich, wie sie als kleines Mädchen im Fernsehen die Oscarverleihung 1964 sah, wo Sidney Poitier als erster afroamerikanischer Schauspieler den Oscar gewann und welchen Eindruck dies in ihrem Leben hinterlassen hat.

Damit erreichte sie gleich drei Dinge: Die Zuhörer konnten sich sofort in die Situation hineinversetzen, sie gab sich nahbar und sympathisch – und sie baute eine starke Emotionalität auf, die sich im Verlauf der Rede sogar noch steigerte. Privates auf der großen Bühne preiszugeben, erscheint uns Deutschen etwas befremdlich, es macht Vorträge jedoch um ein Vielfaches persönlicher – und damit glaubwürdiger.

Halten Sie es kurz wie TED

Kennen Sie TED? TED steht für Technology, Entertainment, Design und ist eine Innovationskonferenz, die ihren Ursprung in Kalifornien hat. Vor allem ist TED für die TED-Talks bekannt, die sich großer Beliebtheit erfreuen und auf Youtube millionenfach geklickt werden. Jeder Speaker überzeugt dabei mit seinen ganz persönlichen Gänsehautmomenten.

Wie schaffen es diese Speaker, allesamt solch eine Begeisterung auszulösen? TED-Talks sind zeitlich auf 18 Minuten beschränkt. Das erfordert Kürze und Prägnanz. Die Vorträge werden nicht durch ausufernde Floskeln verwässert, sondern die Redner beschränken sich darauf, ihre Kernbotschaften scharf und prägnant wiederzugeben – übrigens ohne dafür auf begleitende Präsentationen zurückgreifen zu können.

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