Unternehmer mit zweiter Karriere Neuer Job gefällig? Diese 7 Unternehmer haben den Beruf gewechselt

Wir kennen die Unternehmerin Judith Williams aus der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen". Doch ihre Homeshopping-Firma ist bereits ihre zweite Karriere.

Wir kennen die Unternehmerin Judith Williams aus der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen". Doch ihre Homeshopping-Firma ist bereits ihre zweite Karriere.© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Geradlinig ist anders: Bei manch bekanntem Unternehmer führte erst die zweite Karriere zum beruflichen Erfolg. Wer hätte gedacht, dass diese Erfolgsmenschen mal Schreiner, Pilotin oder Künstler waren?

1. Werner Kieser war mal Schreiner.

Werner Kieser, Gründer der Fitness-Studio Kette „Kieser Training“, hatte eigentlich ganz andere Pläne für sein Leben: Er machte eine Ausbildung zum Schreiner. Nach einer Rippenfellquetschung beim Boxen musste er eine Pause von seinem Beruf nehmen. In dieser Zeit lernte er, dass ihm Krafttraining gegen seine Schmerzen helfen und die Genesung beschleunigen kann – und das wollte er auch anderen Menschen zeigen. Für sein erstes Fitnessstudio schweißte er noch eigenhändig die Geräte aus Alteisen zusammen. Inzwischen gehören über 150 Studios zu seinem Franchise-Unternehmen: in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Luxemburg und sogar Australien.

2. Beate Uhse verdiente ihr Geld als Pilotin.

Bevor Beate Uhse ihr Erotikunternehmen gründete, verbrachte sie viel Zeit in luftigen Höhen: Als Pilotin überführte sie Flugzeuge und flog neue und reparierte Flugzeuge ein. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges musste sich Uhse neu orientieren. Sie gründete „Das Versandhaus Beate Uhse“, über das sie Aufklärungsbrochüren versandte. Bald darauf eröffnete sie das „Fachgeschäft für Ehehygiene“ in Flensburg – den ersten Sexshop der Welt. Die Nachfrage war groß und aus dem einen Laden wurde eine erfolgreiche Kette. Heute ist das Unternehmen in sieben Ländern aktiv.

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3. Judith Williams stand als Opernsängerin auf der Bühne.

Von der Bühne ins Business: Judith Williams hat den Wechsel geschafft. Die Gründerin der Judith Williams GmbH ist ausgebildete Opernsängerin. Schon als kleines Kind trat sie gemeinsam mit ihrem Vater auf und studierte später Ballett und Gesang. Nach einer Hormonbehandlung musste Williams ihre Gesangskarriere jedoch an den Nagel hängen und fing beim Shoppingsender HSE24 als Moderatorin an. 2007 gründete sie schließlich ihr Unternehmen, mit dem sie seither Schmuck, Kleidung und Kosmetik bei HSE24 vertreibt und Jahresumsätze in dreistelliger Millionenhöhe erzielt.

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4. Hubert Burda plante eine Karriere als Künstler.

Der Chef des Burda-Verlages verfolgte in seiner Jugend einen ganz anderen Karriereweg: Er wollte leidenschaftlich gern Künstler werden und studierte Kunstgeschichte. Mit 25 hatte er bereits seinen Doktor. Auf Wunsch seines Vaters hängte er seinen Traum an den Nagel und stieg doch ins Verlagsgeschäft der Familie ein. Er arbeitete unter anderem als Chefredakteur der Bunte, schließlich als Verlagsleiter. Im Burda-Verlag erscheinen Zeitschriften wie Playboy und Focus, insgesamt 540 Medienprodukte weltweit. Und Hubert Burda ist inzwischen einer der reichsten Männer Deutschlands.

5. Delia Fischer arbeitete als Redakteurin.

Inneneinrichtung hatte es ihr schon immer angetan. Bevor sie den Shopping-Club Westwing.de gründete, arbeitete Delia Fischer jedoch als Redakteurin bei der Frauenzeitschrift Elle. Später wechselte sie zur Elle Decoration und beschäftigte sich dort mit den neuesten Einrichtungstrends. Weil ihr die Möglichkeit fehlte, stylische Möbel online zu kaufen, gründete sie 2011 ihr Unternehmen, einen Club für Einrichtungs-Enthusiasten. Bei Westwing.de können Clubmitglieder Markenprodukte günstiger kaufen, das Sortiment ändert sich täglich. Und das kommt gut an: 2016 hatte das Unternehmen 1600 Mitarbeiter in 14 Ländern.

6. Jochen Schweizer war erst Logistiker, dann Stuntman.

Auch Judith Williams‘ ehemaliger „Höhle der Löwen“-Kollege Jochen Schweizer kommt ursprünglich aus einem anderen Berufsfeld. Der Adrenalinjunkie machte eine Ausbildung zum Logistiker und gründete sogar sein eigenes Logistikunternehmen. Als er merkte, dass ihm in seinem Job etwas fehlte, entschloss er sich, als Stuntman in Filmen zu arbeiten und waghalsige Bungee-Sprünge vor der Kamera zu machen. Aus seiner Liebe für Extremsport gründete er schließlich die „Jochen Schweizer Unternehmensgruppe“, mit der er heute unter anderem Gutscheine für Erlebnisse verkauft.

7. Richard Branson gründete eine Zeitung.

Geradlinig war noch nie Richard Bransons Ding: Der britische Unternehmer und Gründer der Virgin Group brach mit 16 die Schule ab und gründete eine Zeitung. Die Schülerzeitung „Student“ erschien erstmals 1968 und machte mit Gastbeiträgen großer Autoren wie Jean-Paul Sartre und James Baldwin von sich reden. Trotzdem war sie wenig lukrativ – und so startete Branson bald sein nächstes Projekt: einen Discount-Versand-Service für Schallplatten und einen Plattenladen. Er nannte ihn „Virgin“, da alle Mitarbeiter jungfräulich im Plattengeschäft gewesen seien. Damit war der Grundstein für seinen Erfolg gelegt.

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