Unternehmer im Urlaub So verbringen Top-Chefs ihren Urlaub

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Virgin-Chef Richard Branson hat Ex-US-Präsident Barack Obama auf seine Privatinsel Moskito Island in der Karibik eingeladen.

Virgin-Chef Richard Branson hat Ex-US-Präsident Barack Obama auf seine Privatinsel Moskito Island in der Karibik eingeladen.© picture alliance / AP Photo

Top-Chefs, so stellt man sich vor, machen Urlaub auf der Luxusyacht. Oder im Golfressort. Oder im 5-Sterne-Hotel. Pustekuchen. Mancher wird in den Ferien zum Normalo. Und ein Star-Unternehmer gönnt sich sogar gar keinen Urlaub.

Ein 5-Sterne-Hotel, die beste Suite und ein privater Pool mit direktem Blick auf Meer? So stellen sich wohl viele den Urlaub eines erfolgreichen Unternehmers vor. Doch nicht immer muss das so sein. Trotz Erfolg im Unternehmen mögen es einige Chefs bodenständig und aktiv in ihrer Freizeit. Ein paar Ausnahmen wollen auf den Luxus – eigene Yacht, eigene Insel – aber auch im Urlaub nicht verzichten.

1. Richard Branson und Barack Obama: Freunde des Wassersports

Beim vielleicht prominentesten aller Promi-Unternehmer geht auch im Urlaub nichts unter der absoluten Superlative. Und wenn man schon eine Privatinsel, einen Privatjet, ein U-Boot und mehrere Heißluftballons hat – dann kann man das wohl nur noch mit exklusiver Gesellschaft toppen. Und da es bei Virgin-Gründer Richard Branson keine B-Lösungen gibt, hatte er im Urlaub keinen Geringeren als Ex-US-Präsident Barack Obama als Kumpel dabei.

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Die beiden gingen Kitesurfen, was Obama, der auf Hawaii aufgewachsen ist, während seiner Präsidentschaft aus Sicherheitsgründen verboten war. Gemeinsam mit Ehefrau Michelle ließ es sich Obama auf Richard Bransons Privatinsel Moskito Island in der Karibik gut gehen. „Als ehemaliger Präsident von Amerika war er von vielen Personenschützern umgeben, aber Barack hat es wirklich geschafft, auszuspannen und sich der Sache hinzugeben“, schrieb Sir Richard dazu in seinem Blog.

2. Thilo Mühle: Auf dem Fahrrad die Natur erkunden

Viele deutsche Chefs bevorzugen dagegen den Normalo-Urlaub. Für Unternehmer Thilo Mühle muss es während der Urlaubszeit gar nicht weit weg sein. In seiner Freizeit ist der Chef von Mühle-Glashütte oft in den Alpen unterwegs – und das am liebsten mit seinem Fahrrad. So könne er Zeit in der Natur verbringen und sich gleichzeitig auspowern. „Das ist für mich die beste Möglichkeit, die Arbeit hinter mir zu lassen und den Kopf frei zu bekommen“, sagte er kürzlich gegenüber Spiegel Online.

3. Matthias Mey: Urlaub im Schnee

Auch Unternehmer Matthias Mey mag es im Urlaub sportlich. Seine Unterwäsche kann er dabei aber nicht promoten – denn der Chef von Unterwäsche Mey will in seiner Freizeit nicht an den Strand, sondern in den Schnee, wie er ebenfalls Spiegel Online verriet: „Mein Lieblingssport ist sicher das Skifahren. Zum Ausgleich im Alltag gehe ich gerne laufen und vor einiger Zeit konnte ich mich für den Kampfsport, insbesondere das Muay Thai (Thaiboxen) begeistern.“

4. Paul Allen: Unterwegs auf den Weltmeeren

Ein bisschen radeln oder skifahren? Zu profan für Microsoft-Mitgründer Paul Allen. Bereits seit 2003 ist Allen stolzer Besitzer einer 126 Meter langen Yacht namens Octopus. Kostenpunkt: 250 Millionen Dollar. Weil die Octopus offenbar nicht ausreicht, nennt der Amerikaner noch zwei weitere Yachten sein eigen. Allen schippert gern durch die Karibik, machte aber auch schon an der französischen Küste und im Hamburger Hafen fest.

Doch der 64-Jährige ist nicht nur zum Vergnügen mit seiner Mega-Yacht unterwegs, die in Bremen und Kiel gebaut worden ist. 2015 nutzte er die Octopus zur Tiefseeerforschung: Er suchte  nach dem Wrack des japanischen Superschlachtschiffes Musashi, das im Zweiten Weltkrieg in der Sibuyan-See versenkt worden war. Anfang März 2015 entdeckte Allen das Wrack in etwa 1000 Metern Tiefe. Hobbys braucht der Mensch …

5. Adam Goldstein: Kreuzfahrt mit der Familie

Adam Goldstein ist Besitzer von gleich 25 Schiffen, denn er ist Chef der Kreuzfahrt-Reederei Royal Caribbean. Was liegt dann näher, als eine Kreuzfahrt im Urlaub zu machen, oder? „Manchmal machen wir wirklich eine Kreuzfahrt. Aber nicht oft genug. Meine Familie liebt das“, sagte er vor einigen Jahren gegenüber cruisetricks. Klar, was soll er auch anderes sagen.

Doch der Kreuzfahrt-Boss kann auch an Land gut entspannen. Im US-Bundesstaat Maine hat die Familie ein eigenes Grundstück – dort verbringt Goldstein nach eigenen Angaben im Sommer viel Zeit mit seinen beiden Kindern. „Wir versuchen, dort so oft wie nur möglich zu sein.“

6. Karl-Thomas Neumann: Segel hissen in Schweden

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hält im Urlaub offenbar nicht viel von Pferdestärken. Er setzt auf Windkraft und segelt. Am liebsten ist er mit seinem Segelboot in der Meerenge Kattegat zwischen Jütland und der schwedischen Westküste unterwegs. Kein leichtes Segelgebiet: Aufgrund seiner vielen Untiefen und schmalen Fahrwässer ist es sehr schwer zu befahren.

Nach der schweren Durchfahrt, so gab er kürzlich an, gönnt sich der Vorstandschef der Adam Opel AG dann Ruhe und liest das Buch „Wir Ertrunkenen“ von Carsten Jensen: ein dänischer Roman – passend zum Urlaubsort – über Seefahrt und das Leben in Marstall.

7. Julia Bösch: Bücher verschlingen auf Mykonos

Die deutsche Unternehmerin Julia Bösch mag es im Urlaub ruhig und fliegt gern nach Mykonos. In ihrer Lieblingsecke auf der griechischen Insel vertieft sich die Outfittery-Chefin dann in ihr Lieblingsbuch „Couch Surfing im Iran“ von Stephan Orth. „Ich lese das Buch, weil ich so gerne mal wieder eine verrückte, längere Reise machen würde. Das ist der einzige Nachteil am Gründen – die Zeit für längere Urlaube fehlt leider“, sagte sie gegenüber Business Insider.

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8. Jeff Bezos: Sightseeing mit der Familie

Jeff Bezos braucht im Urlaub offenbar vor allem Gesellschaft. Als der 53-Jährige im Mai durch die Straßen von Rom schlenderte, hatte er nicht nur seine Frau dabei, sondern auch seine Eltern, seine Geschwistern und deren Ehepartner. Die Amerikaner verbrachten einen ganzen Nachmittag auf der Piazza Navona und ließen sich zur Erinnerung vor einem der beeindruckenden Brunnen fotografieren.

9. Wolfgang Grupp: Urlaub in der Heimat

Trigema-Chef Wolfgang Grupp liebt das Extravagante (man denke nur an das Mausoleum, das er sich jetzt schon bauen ließ). Zum 75. Geburtstag reiste er samt Familie nach Dubai. Aber das sei die Ausnahme, betont der Unternehmer. Am liebsten verbringt Grupp seinen Urlaub in seinem Garten in Burladigen, denn dann geht er in den Wäldern des Oberallgäus jagen. „Ist das nicht herrlich hier? Ein absoluter Traum!“, sagte er noch vor kurzem in einem Interview mit wetter.de. „Da muss ich nicht nach Spanien oder Italien fliegen, auch wenn das Wetter hier mal schlechter ist. Ich kann diesen Drang in die Ferne nicht nachvollziehen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich jedenfalls liebe meine Heimat.“

10. Thomas Vollmoeller: der Dauerurlauber

„Ich bin dann mal weg“, mit diesen Worten verabschiedete sich Thomas Vollmoeller Ende vergangenen Jahres für ganze drei Monate. Der Xing-Vorstandschef machte als erster Chef eines Börsen-Unternehmens ein Sabbatical, also einen verlängerten Sonderurlaub. Während der drei Monate konnte Vollmoeller einfach das tun, worauf er Lust hatte. „Dinge wie nachzudenken, Bücher zu lesen, Abstand zu bekommen, Vertrautes aus der Distanz neu zu betrachten, sich selbst zu hinterfragen oder eine andere Sicht auf die Dinge zu entwickeln“, schrieb Vollmoeller in einer Mitteilung.

11. Elon Musk: „Urlaub bringt Dich um.“

Und dann gibt es den Unternehmer, der offenbar einfach keine Lust auf Urlaub hat: Tesla-Chef Elon Musk, der angibt, 100 Stunden pro Woche zu arbeiten (macht gut 14 Stunden pro Tag). Dem Konzept Urlaub kann er nicht mehr viel abgewinnen, seit er im Jahr 2000 auf einer Reise an Malaria erkrankte und Monate brauchte, um wieder fit zu werden. Musk: „Das habe ich über Urlaub gelernt. Urlaub bringt Dich um.“ (Die Geschichte eines Unternehmers, der 40 Jahre lang keinen Urlaub gemacht hat, lesen Sie hier.)

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