Management So schützen Sie sich im Internet vor Mitlesern

Smartphone und Laptop: Wir sicher sind Ihre Daten?

Smartphone und Laptop: Wir sicher sind Ihre Daten?© goodluz-Fotolia.com

Internationale Geheimdienste lesen mit, wenn Unternehmen Nachrichten und Dokumente durch das Internet schicken. Auch Kundendaten, Finanzierungsdetails oder Preislisten sind davon betroffen. impulse erklärt, wie Sie sensible Daten speichern, sicher im Netz surfen und E-Mails verschlüsseln.

Cloud

Experten raten prinzipiell zu Anbietern, deren Server in Deutschland stehen, weil dann das deutsche Datenschutzrecht gilt. Daten sollten aber auch dort nur verschlüsselt gespeichert werden, etwa mit der Software True Crypt, die kostenlos heruntergeladen werden kann. In einem Vertrag mit dem Cloud-Anbieter sollte geregelt sein, wo der Server steht, dass die Daten jederzeit verfügbar sind und dass automatisch ein Backup der Daten erstellt wird.

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Die Verschlüsselungssoftware True Crypt kann kostenlos heruntergeladen werden: http://www.truecrypt.org/

Anleitungen zur Installation und Verwendung gibt es hier:
http://www.verbraucher-sicher-online.de
http://www.jochenbake.de

An der Hochschule Furtwangen gibt es eine Arbeitsgruppe, die unter der Leitung von Prof. Christoph Reich zu Cloud Computing forscht. Die Forscher haben Richtlinien zusammengestellt, die bei der Auswahl des passenden Cloud-Anbieters helfen sollen: http://www.wolke.hs-furtwangen.de

 

WLAN

Netzwerke sind ein mögliches Einfallstor für Spähattacken. Auf jeden Fall sollte die Verbindung verschlüsselt sein, bei WLAN etwa mit einer WPA2-Verschlüsselung. Einzurichten unter „Netzwerkeinstellungen“. Private Geräte von Mitarbeitern sollten keinen Zugriff aufs firmeninterne Netz haben. Wenn doch, dann sollte jedes Gerät in der Benutzeroberfläche des Routers einzeln freigeschaltet werden müssen, identifizierbar am so genannten MAC-Schlüssel, den jedes Gerät hat. Alternativ können auch zwei WLANs eingerichtet werden: Eines für Firmenrechner, eines für andere, etwa von Gästen.

Eine Anleitung zur Einrichtung sicherer Netzwerke gibt es hier:
http://www.verbraucher-sicher-online.de

Sicherheitshinweise des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik inklusive Anleitung, wie Sie die MAC-Adresse Ihres Computers herausfinden:
https://www.bsi-fuer-buerger.de

 

Browser

Grundsätzlich gilt: Passwörter und Zugangsdaten nie über den Browser speichern. Um zu verhindern, dass auf Internetseiten eingegebene Daten von Unbefugten gelesen werden, lassen sich spezielle Add-ons im Browser installieren. Welche Internetseiten besucht wurden, speichern die sogenannten Cookies. Diese können über das Browser-Menü grundsätzlich abgeschaltet werden. Wer das nicht will, sollte sie aber zumindest nach jeder Sitzung löschen.

Add-Ons können in jedem Browser installiert werden. Experten empfehlen unter anderem Ghostery (verhindert, dass Surfverhalten auf Websites gemessen wird) und No Script (blockiert aktive Inhalte auf Websites). Die Add-ons werden über ein Menü in Ihrem jeweiligen Browser installiert.

Eine Liste mit sinnvollen Add-ons für mehr Datenschutz gibt es hier:
http://www.verbraucher-sicher-online.de

 

Die Speicherung von Cookies und besuchten Internetseiten kann in jedem Browser deaktiviert werden.

  • Im Firefox unter Einstellungen/ Datenschutz
  • Beim Internet Explorer unter Internetoptionen/ Datenschutz
  • Und bei Google Chrome unter Einstellungen/ erweiterte Einstellungen/ Datenschutz/ Inhaltseinstellungen

 

Telefon

Die Verbindungsdaten von Telefonen werden gespeichert – das ist europaweit vorgeschrieben – aber mitgeschnitten werden Gespräche nicht. Anders sieht das bei Diensten wie etwa Skype aus. Sie unterliegen der US-Rechtsprechung. Es ist unklar, wer Zugriff hat und wie lange gespeichert wird. Auch von Messengers wie Whats App oder Firmenkommunikation über Facebook raten Experten ab.

 

cover_110 Mehr zum Thema Datensicherheit lesen Sie im impulse-Magazin 08/2013
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1 Kommentar
  • Hans Bayartz 24. Juli 2013 08:25

    Hallo impulse-Redaktion,
    wir sprechen derzeit über Sicherheit für die User unseres Sozialen Netzwerkes – aber es ist doch utopisch zu glauben, man könne irgendetwas wirklich sicher zu machen – oder?

    Sicherer Gruss
    http://www.weps.ag

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