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Einmal im Monat stellt impulse-Redakteur Georg Dahm Unternehmerspielzeug vor

Einmal im Monat stellt impulse-Redakteur Georg Dahm Unternehmerspielzeug vor

Hart ist das Geschäftsleben - für etwas Erleichterung sorgen Werkzeuge, die unser Technikkolumnist Georg Dahm jeden Monat vorstellt. Dieses Mal: lichtstarke Pikoprojektoren, mit denen man viel Spaß haben kann.

Der Projektor spielt keine rühmliche Rolle in der Unternehmenswelt. Wer mag die Stunden zählen, die in zermürbenden Präsentationen ver­rinnen? Die quälenden Minuten, in denen der ­Referent an der Verkabelung seines Laptops verzweifelt? Der Beamer ist zum Stellungs­geschütz des Ungeistes geworden – so gesehen stelle ich hier ein Arsenal von Kleinwaffen in den Kalibergrößen Sakko- und Laptoptasche vor; verbunden mit der Bitte, sie nur für gute Zwecke einzusetzen.

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Einen Kinoabend in der Hotelbadewanne vielleicht. Meinetwegen auch eine Diashow. ­Womit das Anwendungsspektrum des winzigen iPhone-Beamers Aiptek Mobilecinema i50D umfassend beschrieben wäre. Anstöpseln und das wackelige Konstrukt auf einer stabilen Unterlage aufbocken, damit der Lichtkegel gerade auf die Wand fällt; so bekommt man Fotos, Filme und Websites problemlos auf DIN-A3-Format aufgeblasen. Bei einer glatten, weißen Wand ist im Dunkeln sogar ein anständige Leinwandgröße drin. Der Beamer-Akku dient iPhone und iPad zudem als Notstromreserve. Ein nettes kleines Gerät.

Dagegen hat mich die Android-Variante A50P (250 Euro) gar nicht überzeugt: funktioniert nur mit wenigen Smartphones, der zusätzliche HDMI-Eingang lieferte kein gutes Bild, der Gummifuß schwabbelt. Mehr Spaß macht der handliche Philips Picopix 2230, der Filme und Fotos vom ­internen Speicher, Micro-SD-Karte und USB-Stick abspielt. Es hat einen großen Reiz, jeden Tisch, jede Fläche zum Bildschirm zu machen, anstatt sich mit fünf Leuten über ein Display zu beugen – am MIT bauen Forscher bereits Pikoprojektoren in Lampen ein, um den PC-Monitor zu ersetzen.

Taschenkino
1 Leinen losDer Acer K130 zeigt auch ohne PC Office-Dokumente und nutzt W-Lan; 419 Euro, www.redcoon.de
2 Fotoalbum Der Philips Picopix 2230 zieht Bilder, Filme, Musik von USB-Stick und Speicher, der 2330 auch vom PC; 220 Euro, www.philips.de
3 Doppelpack Der Aiptek Mobilecinema i50D dient iPhone (bis 4S) und iPad als Beamer und Reserveakku; 220 Euro, www.aiptek.de

Nicht ganz so winzig, aber sehr vielseitig ist der taschenbuchgroße Philips Picopix 2480 (349 Euro) und der etwas dickere und besser ausgestattete Acer K130. Beide können auch an Laptops und DVD-Player angeschlossen werden – wobei trotz allerlei beigelegter Kabel garantiert genau für Ihr Gerät der passende Adapter fehlt, was Sie erst merken, wenn der Elektronikmarkt schon zu hat (kaufen Sie dort auch ein kleines Kamera­stativ, um das Bild auszurichten). Ist diese Hürde aber genommen, kann man mit diesen recht licht­starken Beamern viel Spaß haben. Oder eben Kollegen zermürben. Ihre Entscheidung.

Aus dem Magazin
Mehr dazu erfahren Sie in der impulse-Ausgabe 01/2013.

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