Eigene Schwächen kennen Bill Gates‘ größte Schwäche als Unternehmer

Microsoft-Gründer Bill Gates weiß: Als Unternehmer ist es wichtig, eigene Schwächen zu kennen.

Microsoft-Gründer Bill Gates weiß: Als Unternehmer ist es wichtig, eigene Schwächen zu kennen.© Microsoft Corporation

Auch der zweitreichste Mann der Welt ist nicht ohne Fehler. Microsoft-Gründer Bill Gates hat seine größte unternehmerische Schwäche offenbart – und eine simple Lösung parat, die jeder nachmachen kann.

Bill Gates hat ein Multimilliarden-Dollar-Unternehmen gegründet. Er ist der zweitreichste Mensch der Welt (nur Amazon-Gründer Jeff Bezos hat ein größeres Vermögen) und einer der erfolgreichsten Unternehmer aller Zeiten. Und trotzdem hat er eine Schwäche, die wohl viele Unternehmer nachvollziehen können: Recruiting.

Bei einer Fragerunde mit Studenten an einem New Yorker College erzählte er, dass er große Probleme damit hatte, sein Microsoft-Team zusammenzustellen. Vorstellungsgespräche zu führen und den richtigen Kandidaten zu finden, gehöre einfach nicht zu seinen Stärken. Heute hat Microsoft mehr als 100.000 Mitarbeiter. Bill Gates hat seine Schwäche erkannt und war dadurch in der Lage, aktiv dagegen anzugehen. Das US-Magazin Inc.com hat darüber berichtet.

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Schwächen kompensieren – durch neue Mitarbeiter

Seine Schwächen zu kennen, ist wichtig. Denn nur so wird man ein besserer Chef und Unternehmer. Das heißt aber nicht, dass Unternehmer versuchen sollen, jede persönliche Schwäche auszumerzen. Für Bill Gates ist klar: „Wenn dich etwas nicht begeistert, wirst du vermutlich nicht gut darin sein.“ Seine einfache Lösung: Wenn du selbst etwas nicht gut kannst, stell jemanden ein, der es kann. Etwas nicht zu können, ist keine Schande. Auch wenn viele Unternehmer am liebsten in allen Unternehmensbereichen mitwirken wollen, ist es oft sinnvoll, Aufgaben abzugeben.

Der Inhaber einer Werkstatt ist vielleicht begeisterter Tüftler und brennt für seinen Beruf, kriegt jedoch schon schlechte Laune, wenn er nur an Marketing denkt. Stellt er jemanden ein, dessen Herz für Marketing schlägt, wird dieser garantiert einen besseren Job machen als er selbst.

Unternehmer sollten zudem darauf achten, dass sie von vorneherein Mitarbeiter einstellen, die die Firma bereichern. Auch wenn es wichtig ist, sich mit seinen Angestellten zu verstehen: Es ist wichtiger, dass das Unternehmen rund läuft. Wenn ein Unternehmer nur Menschen einstellt, die ihm ähnlich sind, wird es schwierig, neue Impulse für den Betrieb zu bekommen.

Schwächen kompensieren – durch kluge Mitarbeiterführung

Nicht jeder Unternehmer hat die (finanziellen) Mittel, um neue Mitarbeiter für alle Aufgaben einzustellen, die er nicht perfekt beherrscht. Oder er hat die gleiche Recruiting-Schwäche wie Bill Gates und möchte zusätzliche Vorstellungsgespräche vermeiden. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Talente der Mitarbeiter nutzen

Wenn es nicht möglich ist, neue Mitarbeiter einzustellen, sollte man sich in seinem Team umschauen. Vielleicht gibt es bereits jemanden in der Firma, der eine Aufgabe übernehmen kann, die dem Chef das Leben schwer macht: Hobby-Nerds, die mit Leidenschaft IT-Probleme lösen, den Tischler, der ursprünglich eine Ausbildung zum Buchhalter absolviert hat, die Assistentin, die in ihrer Freizeit die Facebook-Seite ihres Sportvereins pflegt. Mitarbeiter mit fachfremden Kenntnissen und Talenten sind in diesem Fall ein echter Hauptgewinn für den Chef.

2. Mitarbeiter fortbilden

Wer keine passenden Mitarbeiter in seinem Team hat, kann ihnen dabei helfen, es zu werden. Ist zum Beispiel ein Unternehmensberater ein Ass auf seinem Gebiet, hat aber keine Ahnung von Social Media, muss er sich nicht selbst mühsam in das Thema einarbeiten. Er schickt lieber den jungen Kollegen zur Fortbildung, der ohnehin seine ganze Freizeit auf Facebook verbringt.

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1 Kommentar
  • Marc Mertens 13. September 2018 13:07

    Bei der Lösungsangabe fehlt ein weiterer wichtiger Punkt, speziell, wenn ein Unternehmen z. B. noch am Anfang stehen und ggf. über eine nicht so große Auswahl an vorhandenen Teammitgliedern verfügt:

    3.) Das Recruiting an Profis auslagern und einen Personalberater bzw. -dienstleister mit der zielgerichteten Suche beauftragen. Eventuell kann man auch mit „Temp-to-Perm“ oder „Mitarbeitern auf Zeit“ direkt arbeiten. Das hat auch den Vorteil, dass man seine Wünsche bzw. Stellenbeschreibungen oder die Lücke mit dem Dienstleister offen besprechen kann und sich dieser mit einem gegebenen Zeit- und Kostenbudget in den passenden analogen und digitalen Kanälen um die Talente für das Unternehmen umschaut. Und während hier ein externer Spezialist die Zeit nutzt, kann man selbst sein Unternehmen weiter voran bringen.

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