Strategie-Workshop So erarbeiten Sie eine Strategie, die Ihre Mitarbeiter mittragen

Für einen gelungen Strategie-Workshop braucht man nicht unbedingt einen Geistesblitz. Diese Tipps helfen bei der Planung.

Für einen gelungen Strategie-Workshop braucht man nicht unbedingt einen Geistesblitz. Diese Tipps helfen bei der Planung.© Marie Maerz / photocase.de

Es ist Zeit, die Weichen für 2019 zu stellen – und wer die Strategie gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt, sichert sich deren Unterstützung. Mit diesen Tipps wird der Strategie-Workshop ein Erfolg.

Am Anfang steht meist ein diffuses Gefühl: „Wir müssen etwas tun oder verändern, damit wir mittel- und langfristig den gewünschten Erfolg haben.“ Ein Plan muss her! In dieser Situation wird in vielen Unternehmen ein Strategie-Workshop einberufen. Mit den folgenden Schritten wird das Treffen zum Erfolg.

Ziele eines Strategie-Workshops

Ein Strategie-Workshop eignet sich, um folgende Ziele zu erreichen:

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  • Strategie entwickeln: Für Unternehmen, die vorher keine durchdachte Strategie verfolgt haben.
  • Strategie überprüfen: Für Unternehmen die prüfen wollen, ob sie mit ihrer aktuellen Strategie Erfolg haben.
  • Strategie weiterentwickeln: Für Unternehmen, die ihre aktuelle Strategie an die Marktentwicklung oder technische Entwicklungen anpassen wollen.

Zuweilen geht es in einem Strategie-Workshop gar nicht um die Strategie – insbesondere wenn die Betriebsergebnisse rückläufig sind oder die Entscheider das Gefühl haben: „Etwas läuft grundsätzlich schief.“ Dann wird zwar oft davon gesprochen, dass man eine neue Strategie brauche. Doch in Wahrheit suchen die Akteure eine schnellen Lösung für ein nur bedingt verstandenes Problem.

Hilfreiche Fragen für die Vorbereitung

Wer einen Strategie-Workshop plant, sollte sich folgende Fragen stellen:

Ziel des Workshops

  • Welches realistische Ergebnis wollen wir erreichen?
  • An welche Ziel-/Interessengruppen richtet sich der Workshop?
  • Welches Signal soll an sie gesendet werden?

Rahmen des Workshops

  • Wann soll der Workshop stattfinden?
  • Welche Daten brauchen wir beim Workshop?
  • Welche Daten und Informationen müssen wir bis dahin noch beschaffen?
  • Wie wollen wir die Aktivitäten finanzieren, die wir beim Workshop womöglich beschließen?

Teilnehmer des Workshops

  • Wer soll teilnehmen?
  • Wen müssen wir im Vorfeld in die Planung einbinden?
  • Welche Erwartungen haben die Teilnehmer an den Workshop?
  • Wie binden wir diejenigen ein, die nicht am Workshop teilnehmen?

Teilnehmer eines Strategie-Workshops

Nicht selten werden in Strategie-Workshops Entscheidungen getroffen, die sich nicht in die Realität umsetzen lassen. Um das zu verhindern, sollte man sich genau überlegen, wer mit am Tisch sitzen muss, damit die angestrebten Ziele erreicht werden können.

Meist empfiehlt es sich, folgende Personengruppen einzubinden:

  • Entscheider: Führungspersonen im Unternehmen
  • Wissensträger: Mitarbeiter mit Fach- und Erfahrungswissen, das für die Strategieentwicklung nützlich ist, zum Beispiel Wissen über die Zielkunden oder die IT-Struktur
  • Experten: externe Berater, die die künftige technologische Entwicklung oder die Marktentwicklung einschätzen können
  • Multiplikatoren: Angestellte, die die Entscheidungen nach dem Workshop an die übrigen Mitarbeiter weitertragen und diese als Mitstreiter gewinnen

Hat ein Unternehmen strategische Entscheidungen verschlafen, beauftragt man häufig Berater damit, Mängel zu beheben und darüber Stillschweigen zu wahren. Das ist sinnvoll.

Keinesfalls sollten Chefs jedoch vergessen, ihre eigenen Mitarbeiter in die Strategiearbeit einzubinden. Denn sie kennen – anders als externe Berater – die Stärken und Schwächen des Unternehmens, zum Beispiel, wenn es um Innovation, Kundenorientierung und Produktentwicklung geht. Zudem tragen Wissensträger die strategischen Entscheidungen stärker mit, wenn sie sie mitentwickelt haben.

Moderation

In einem Strategie-Workshop treffen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Biografien und Funktionen zusammen. Entsprechend verschieden ist meist die Sicht der Teilnehmer auf ein Problem und auf das, was nötig, sinnvoll und zielführend ist, um es zu lösen. Daher sollte ein neutraler Moderator die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung begleiten – damit am Ende Entscheidungen stehen, die alle Beteiligten mittragen.

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