Unprofessionelle Außenwirkung Wegen dieser 9 Fehler hält man Sie für einen Dilettanten

Sieht aus wie selbstgemacht - professionell wirken Do-it-yourself-Lösungen wie diese allerdings nicht.

Sieht aus wie selbstgemacht - professionell wirken Do-it-yourself-Lösungen wie diese allerdings nicht.© Jorg Greuel / DigitalVision / Getty Images

Was unterscheidet einen Business-Profi von einem Dilettanten? Der Profi achtet auf diese scheinbar nebensächlichen Dinge - weil er weiß: Sie haben eine große Wirkung auf Kunden und Geschäftspartner.

1. Ihr Logo haben Sie selbst entworfen.

Wenn Sie nicht gerade Grafikdesignerin sind oder eine Ausbildung zum Mediengestalter haben: Finger weg von Do-it-yourself-Lösungen für Firmen- und Produktlogos. Es hat seine Gründe, warum Menschen in einer mehrjährigen Ausbildung oder einem Studium lernen, wie sowas professionell gemacht wird.

Kostenlose Tools mögen vollmundig „Logo-Design in 5 Minuten“ versprechen – aber am Ende wirken diese Gratis-Lösungen vor allem: billig. Sie wollen Profi sein? Dann investieren Sie Geld in einen Profi, der Ihnen diese Aufgabe abnimmt.

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2. Ihre E-Mail-Adresse endet auf gmail.com.

Auch wenn man sich bei Gmail, T-Online, GMX oder Web.de in ein paar Minuten eine kostenlose E-Mail-Adresse sichern kann: Fürs Business ist das keine gute Idee. Denn diese Adressen schreien es förmlich heraus: unprofessionell! So entsteht nämlich leicht der Eindruck, Sie hätten keine eigene Website – oder seien nicht in der Lage, sich eine entsprechende Mailadresse einzurichten.

Was noch für eine E-Mail-Adresse mit @firmenname.de spricht: Sie ist leicht zu merken – und mit jeder Mail machen Sie automatisch die Adresse Ihrer Website bekannter.

Komplett wird der seriöse Auftritt im E-Mail-Postfach von Kunden und Geschäftspartnern durch eine professionelle E-Mail-Signatur. Tipps zu diesem Thema lesen Sie hier: Das gehört in eine professionelle Signatur für geschäftliche E-Mails.

3. Sie beantworten Kundenanfragen nicht binnen maximal 24 Stunden.

Hilfe, Kunde droht mit Auftrag! Diese Haltung scheinen manche Unternehmer an den Tag zu legen, die sich bei Kundenanfragen reichlich Zeit lassen. Länger als 24 Stunden sollte niemand auf eine Antwort warten müssen. Das gilt übrigens für jeden Kontaktweg. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, sollten sie auch dort damit rechnen, dass Kunden mit Fragen an sie herantreten – und im Zweifel eine deutlich schnellere Antwortquote erwarten.

Vorgefertigte Standardantworten, klare Zuständigkeiten und Prozesse helfen, Kundenanfragen schnell zu beantworten. Und sollten Sie unterwegs sein oder im Urlaub: Abwesenheitsnotiz nicht vergessen! (Mehr dazu hier: Gelungene Beispiele und peinliche Fehler bei Abwesenheitsnotizen)

4. Sie haben keine Visitenkarten.

Sicher, in Zeiten von LinkedIn und Xing gibt es andere Möglichkeiten, sich mit neuen Kontakten zu vernetzen. Dennoch hat die gute alte Visitenkarte immer noch einen hohen Stellenwert. Und Sie stehen ziemlich dumm da, wenn Ihre neue Bekanntschaft Ihnen eine Karte überreicht und sie stammeln: „Ich hab‘ gar keine Visitenkarten.“

Sparen Sie bei Ihren Karten nicht bei der Papierqualität und achten Sie auf hochwertigen Druck. Und natürlich gilt auch hier: Überlassen Sie die Gestaltung einem Profi. (Mehr zum Thema Visitenkarten)

5. Bei Facebook haben Sie zuletzt vor 5 Monaten was gepostet.

Verwaist wirkende Social-Media-Profile haben eine verheerende Außenwirkung. Schlimmstenfalls fragen sich Besucher, ob es Ihr Unternehmen überhaupt noch gibt.

Daher gilt hier, wie so oft: Fokussieren Sie sich – Sie müssen nicht überall mitmischen. Entscheiden Sie sich für ein soziales Netzwerk, in dem mutmaßlich viele ihrer Wunschkunden unterwegs sind, und posten Sie regelmäßig dort.

Falls Sie den Kanal nicht kontinuierlich betreuen können oder wollen, lagern Sie die Aufgabe aus. Aber bitte nicht an die Tochter der Buchhalterin oder den Azubi, dessen Smartphone an seiner Hand festgewachsen scheint. Sondern, Sie ahnen es sicher schon: an einen Profi.

6. Ruft man Ihre Website auf dem Smartphone auf, ist außer Scrollbalken und Fehlermeldungen nicht viel zu erkennen.

Die eigene Website schaut man sich eher vom Desktop-Computer aus an als auf dem Smartphone – und übersieht daher leicht, was im Argen liegen könnte. Flash-Animationen, die auf mobilen Endgeräten nicht funktionieren, winzige Schrift und fummelig kleine Buttons – all das geht heute einfach nicht mehr: zu hoch ist der Anteil der Handy-Aufrufe bei der Internetnutzung.

In einer Befragung im Auftrag des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft gab Ende 2018 jeder Zweite an, „eigentlich immer“ mit dem Smartphone im Internet unterwegs zu sein und andere Endgeräte, etwa Desktop-Computer, gar nicht zu nutzen. Bei den 14- bis 24-Jährigen waren es sogar 74 Prozent. Ist Ihre Website nicht für die mobile Nutzung optimiert ist, wirkt sie – und damit Ihr gesamtes Unternehmen – für all diese Besucher vorgestrig und unprofessionell.

7. Sie haben keine Geschäftsräume.

Büroräume kosten Geld. Daher ist es schon in Ordnung, wenn Sie als Einzelkämpfer im Home-Office starten. Kunden empfangen sollten Sie aber wirklich nicht zwischen Küchentisch und Bügelbrett. Tipp: In vielen größeren Städten kann man für solche Fälle Besprechungsräume mieten, beispielsweise in Co-Working-Spaces.

8. Sie wissen nicht, ob Ihre Kunden ihre Rechnungen bezahlen.

Sie schicken Kunden eine Rechnung – ob Ihnen aber auffällt, wenn diese nicht bezahlt wird, hängt mehr oder weniger vom Zufall ab? Mit diesem Geschäftsgebaren entgeht Ihnen nicht nur Umsatz; Sie setzen damit auch den guten Ruf Ihrer Firma aufs Spiel. Denn wenn sich erst herumspricht, dass Sie keinen standardisierten Rechnungslauf haben, werden Ihre Kunden Sie nicht mehr ernst nehmen – und Sie können darauf wetten, dass die Zahlungsmoral in den Keller geht.

9. Das Porträtfoto für Ihre Website hat ein Freund von Ihnen gemacht – mit dem Handy.

Auf Ihrer Website oder in Ihrer Firmenbroschüre ist ein Foto von Ihnen? Das ist schon mal gut – schließlich wollen Menschen gern wissen, mit wem sie Geschäfte machen. Gar nicht gut kommt es allerdings rüber, wenn dieses Foto auf den ersten Blick als Schnappschuss zu erkennen ist. Augen im Schatten, Gegenlicht, Mülleimer hinten im Bild: Es gibt so viele Fehler, die Laien gar nicht auffallen, aber den professionellen Gesamteindruck zunichtemachen.

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