Management Verantwortliche im Visier

Manager und Geschäftsführer, die illegale Preisabsprachen getroffen haben, müssen erstens damit rechnen, entdeckt zu werden − und zweitens mit hohen persönlichen Bußgeldern.

Bußgeld

Bei Preisabsprachen fordern die Kartellbehörden von verantwortlichen Managern, meist Vertriebsleitern oder Geschäftsführern, Geldbußen von bis zu einem Jahresbrutto­gehalt. Es gibt keine klaren Richtlinien für die Berechnung.

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Abwälzung

Bisweilen zahlen Unternehmen für ihre Manager, berichten Insider. Denn sie sind auf deren Kooperation angewiesen, um ihrerseits mit den Behörden kooperieren und das Bußgeld senken zu können.

Kronzeuge

Wenn ein Unternehmen Kronzeugenstatuts erhält, kommen auch die verantwortlichen Führungskräfte ohne Bußgeld davon.

Staatsanwalt

Doch Vorsicht: Wenn es nicht nur um klassische Preisabsprachen, sondern um „Submissionsbetrug“ geht – also um Absprachen bei öffentlichen Ausschreibungen -, schalten die Kartellwächter die Staatsanwaltschaft ein. Die Ermittler können dann unabhängig von der Kronzeugenregelung bis zu fünf Jahre Haft fordern.

Übersee

Wer an internationalen Kartellen beteiligt war, muss zudem auf allen betroffenen Märkten den Kronzeugenstatus beantragen. Sonst drohen im Ausland Sanktionen.

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