Management Verdi droht mit neuen Warnstreiks bei der Lufthansa

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Ein Airbus A380 der Lufthansa.© Lufthansa

Bei der Lufthansa stehen schon wieder Streiks ins Haus. Nach dem ersten Angebot der Airline für das Bodenpersonal schaltet Verdi in den Arbeitskampf-Modus. Fraglich ist nur noch der Termin.

 

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Im Tarifkonflikt um 33 000 Beschäftigte bei der Lufthansa haben sich die Fronten verhärtet. Die Gewerkschaft Verdi beriet am Donnerstag in Berlin über weitere Warnstreiks des Bodenpersonals bei Europas größter Fluggesellschaft. Termine wurden zunächst nicht genannt. Am Vortag hatte Lufthansa in der dritten Verhandlungsrunde ein erstes Angebot vorgelegt, das von der Gewerkschaft als „Skandal“ und „Provokation“ bezeichnet worden war.
Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle kündigte noch am Mittwoch weitere Warnstreikaktionen angekündigt, die rechtzeitig bekanntgegeben würden.

Zu möglichen Terminen der neuen Warnstreiks wollte sich Verdi zunächst nicht äußern. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 29./30. April geplant, vorherige Aktionen gelten als wahrscheinlich. Bereits am 21. März hatten die Beschäftigten rund 700 Flüge ausfallen lassen.

Lufthansa hatte die Forderung nach 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien mit einem komplexen, nach Geschäftsfeldern modifizierten und in Teilen erfolgsabhängigen Vergütungsangebot gekontert. So sollten die Tabellenerhöhungen über
29 Monate je nach Einheit zwischen 1,7 (Lufthansa AG) und 2,3 Prozent (Lufthansa Technik) liegen. Für die Cateringtochter LSG will Lufthansa einen separaten Abschluss.

Neben fixen Einmalzahlungen wurden auch erfolgsabhängige Komponenten vorgeschlagen. Das bisherige Urlaubs- und Weihnachtsgeld soll laut Verdi nur noch zur Hälfte garantiert sein, über erfolgsabhängige Faktoren aber auch auf bis zu 150 Prozent des jetzigen Niveaus steigen können. An ihren Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und verschobenen Stufensteigerungen hielt Lufthansa ebenso fest, würde dafür aber auch Jobgarantien im Zuge des laufenden Sparprogramms geben.

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