Management Was Unternehmen von der Hanse lernen können - Seite 2

Von der Hanse lernen: Die Top 7-Bedingungen für den Erfolg von Netzwerken

Vertrauen:

Vertrauen ist die wichtigste Grundlage für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Spezialisierung:

Man kann nicht alle Bereiche abdecken. Allrounder laufen Gefahr, nur Mittelmaß abzuliefern und sich in der Vielzahl zu verzetteln. Was man selbst nicht beherrscht, können Partner innerhalb des Netzwerkes besser abdecken. Kernkompetenzen ermitteln und darauf fokussieren!

Anzeige

Offenheit:

Neue Partner können Projekten völlig unerwartete Impulse geben und neue Kontakte eröffnen. Wer immer nur auf bekannte Partner setzt, kann seinen Horizont nicht erweitern.

Ressourcen:

Alles, was man nicht durchgängig braucht, kann geteilt werden: Personal, Räumlichkeiten, Arbeitsmittel und Wissen! So lässt sich viel Geld sparen.

Strukturen:

So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Zu viele Regelungen lähmen Entwicklung und Fortkommen. Der Rahmen für das gemeinsame Netzwerk lässt sich auch in knappen Vereinbarungen festlegen.

Flexibilität:

Wenn sich Projekte in eine unerwartete Richtung bewegt, sollte dies als Chance begriffen werden. Ungeplante, zufällige Entdeckungen haben nicht selten zu Innovationen geführt. Kreativität und intrinsische Motivation gedeihen dort, wo es Freiraum gibt und nicht alles genau durchgeplant ist.

Gleichberechtigung:

Verschiedene Partner engagieren sich nur dann mit voller Kraft in einem Netzwerk, wenn sie ebenbürtig agieren können. Am Ende muss die Mischung stimmen – zwischen Eigeninteresse und Gemeinwohl.

 

Inspirationstipps

Margrit Schulte Beerbühl: Das Netzwerk der Hanse, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz 2011.

Karl-Peter Ellerbrock, Nancy Bodden und Margrit Schulte Beerbühl: Kultur, Strategien und Netzwerke: Familienunternehmen in Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert, Ardey-Verlag 2014.

Sibylle Hoffmann: Das Hanse-Hörbuch – Geschichte und Kultur, Silberfuchs-Verlag 2013. (Hörproben anhören)

Am 27. Mai 2015 wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem offiziellen Festakt das neue Europäische Hansemuseum in Lübeck einweihen.

Seiten: 1 2
1 Kommentar
  • Dr. Böhm 1. Mai 2015 15:24

    Die Hanse hat 400 Jahre funktioniert, mit einem Minimum an Bürokratie. Wenn man dieses bedenkt, dann ahnt man, daß von juristischen Finessen strotzenden Vertragswerken wie TTIP kein Erfolg beschieden sein wird. Dieses Abkommen wird vermutlich (weil sinnlos) abgeschlossen weren. Anschließend wird haufenweise Geld für juristische Spitzfindigkeiten verplempert und die „Vertragspartner“ zersteiten sich.
    Daß Politiker aus der Geschichte lernen können erscheint ausgeschlossen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...