Nikolaus Förster „100 Prozent unserer Probleme sind Personalprobleme!“

Ja, das ist sie, die Rügenwalder Mühle (http://www.ruegenwalder.de/start/), bekannt aus der Werbung – und seit ein paar Jahren auch tatsächlich real (vorher existierte sie nur digital…). Unser impulse-Netzwerktreffen führte uns am Freitag nach Bad Zwischenahn, in die Nähe von Oldenburg. Und ich erlebte, zusammen mit 30 anderen Unternehmern, einen faszinierenden Tag: Christian Rauffus, der in sechster Generation das Familienunternehmen führt, und sein Marketingchef Godo Röben zeigten uns, wie ihr Team Teewürste, Leberwürste etc. herstellt – und vor allem: was ihr Unternehmen so besonders macht: ihre außergewöhnliche Firmenkultur.

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„Ich erhoffe mir von Ihnen ein paar Tipps für meine Probleme“, bekannte ein Unternehmer offen, als er sich – wie all die anderen Teilnehmer – anfangs vorstellte und sich an Rügenwalder-Chef Christian Rauffus wandte. „80 Prozent meiner Probleme sind Personalprobleme!“

Rügenwalder Mühle war zuletzt durch eine neue Kampagne aufgefallen: Seit geraumer Zeit werden auf sämtlichen Waren Bilder der Mitarbeiter gezeigt, samt Filmen auf der Website und im Kino – Grund genug für impulse, mit anderen Unternehmern hinzufahren und zu schauen, was wirklich dahintersteckt (nicht bei jedem Unternehmen würden die Mitarbeiter so bereitwillig mitziehen – und sich sogar die Unternehmerfamilie vor der Kamera präsentieren). Doch bevor wir Zeit zur Diskussion hatten, mussten wir erst einmal in blaue Overalls schlüpfen…

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Als wir uns später, nach der Führung durch die Produktion, in der Mühle wiedertrafen, ergriff Christian Rauffus das Wort. „Sie haben nicht 80 Prozent Personalprobleme“, wandte er sich an den Unternehmer, der ihn angesprochen hatte. „100 Prozent unserer Probleme sind Personalprobleme!“ Denn alles, was gut oder schlecht laufe, sei von den Mitarbeitern abhängig. „Es kommt auf die Menschen an.“ Und auf die Werte. Dass es Arbeitgeber gebe, die ihre Mitarbeiter zum Beispiel mit Kameras überwachten, könne er nicht verstehen. Nichts sei schlimmer, als ein Angstklima zu schaffen. Solchen Leuten könne er nur entgegenrufen: „Versuchen Sie es einmal mit einem positiven Menschenbild!“

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