Nikolaus Förster 735,95 Euro Rente

Kaum ist die rauschende Party vorbei (auch wenn die Bilder weiter präsent sind, die Glückwünsche, die Gespräche, die Ideen, die gemeinsamen Pläne), da kehrt schon die nüchterne Realität zurück, dieses Mal in Form eines Briefs aus Berlin: „Ihre Renteninformation“. Von Ende 1985 bis zum 15.1. 2013 wurden Daten eines gewissen „Nikolaus Foerster“ gespeichert (ich weiß gar nicht, warum die mich mit „oe“ schreiben; ich hake da aber lieber nicht nach, wer weiß, was das wieder auslöst). „Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft“, heißt es dort, „entspräche nach dem heutigen Stand einer monatlichen Rente von: 735,95 EUR“. 735 Euro im Monat, naja, das wird wohl eher nicht reichen. Sonst habe ich solche Briefe achtlos beiseite gelegt, ich ging ja davon aus, dass die Summe im Laufe der Jahre und Jahrzehnte noch ansteigen werde. Doch dieses Mal ist das anders. Ich bin ja jetzt – als Unternehmer – raus aus der Rentenversicherung! Die Summe steht also fest – und damit auch die „Versorgungslücke“, auf die die Beamten freundlicherweise hinweisen: „Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger“. Außerdem solle man „den Kaufkraftverlust beachten“. Mit freundlichen Grüßen…  Beigelegt ist noch ein Coupon für die Zeitschrift der Rentenversicherung: „zukunft jetzt“ erscheint vier Mal im Jahr, man kann das Magazin kostenlos bestellen. Und kriegt nicht mal eine Prämie.

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