Nikolaus Förster Auf Augenhöhe mit unseren Lesern – im Fünf-Sterne-Hotel

Ich hatte heute die Chance, mit jemandem zu telefonieren, der schon 1980 bei impulse war, als der Titel in Köln gegründet wurde. Eigentlich ging es um ein ganz anderes Thema, aber schnell tauchten wir in die Vergangenheit ab: Die Redaktion bestand damals noch aus 30 Köpfen, dazu gab es drei Chefredakteure. Im Verlag stand ein Flipper und eine Tischtennisplatte, auf der „dauernd“ gespielt wurde. „Wenn jemand mal mehr als eine Seite pro Monat schreiben musste, gab es Beschwerden“, erinnerte sich der Journalist. Geld habe keine Rolle gespielt. Erste-Klasse-Fahrten und Fünf-Sterne-Hotels seien normal gewesen – mit dem immer gleichen Argument: „Wir müssen auf Augenhöhe mit unseren Lesern sein.“ Es habe eine „wahnsinnige Verschwendung“ stattgefunden, dazu gab es einen überflüssigen „Wasserkopf“ und viel zu viele Chefredakteurswechsel. „Jeder wollte das Rad neu erfinden.“ Das habe dem Titel nicht gut getan. Dass wir jetzt – viele Jahre später – neu starteten, finde er sehr gut. „Das hätten wir schon damals machen sollen!“

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