Nikolaus Förster Creme, Kekse und Klingen – womit Gründer Märkte erobern wollen

Gestern Abend lud der Hamburger FundersClub (http://www.fundersclub.de/) in den Anglo-German Club ein, zu einem Treffen zwischen Investoren und Gründern, oder, wie einer der Veranstalter sagte, zwischen „Hamburger Pfeffersäcken“ und Start-ups. Ole von Beust, der sich inzwischen selbst an einigen Firmen beteiligt hat, u. a. am Lichtmakler HanseLichtKontor (http://www.hanselichtkontor.de/), hielt eine Keynote, kritisierte, „bei allem Lokalpatriotismus“, dass Hamburg an „Saturiertheit“ leide. „Hamburg ist manchmal in Schönheit erstarrt.“ Dann ging es los, fünf Start-ups hatten die Chance, sich zehn Minuten zu präsentieren: Slashcup, die einen ökologischen Kaffeebecher entwickeln (http://www.slashcup.eu/), die Rasierer-Marke Shave-Lab, die nur über das Web vertrieben wird (http://www.shave-lab.com/), der Kurierdienst Kuriero, der  – mit einer neuen Software und intelligenteren Routenführung – die Großen angreifen will (http://www.kuriero.de/), der Naturkosmetikhersteller naturtalent (http://www.naturtalent2.de/) und die Keksbäcker knusperreich (http://www.knusperreich.de/), die vor einem Jahr schon mal in impulse vorgestellt wurden (http://www.impulse.de/management/angriff-des-keks-start-ups).

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Wer also hat die besten Aussichten? Wo würden Investoren am ehesten ihr Geld zurückerhalten – oder gar vermehren? Die Fundersclub-Jury hakte nach, auch das Publikum stellte Fragen, bohrte nach – dann zog sich die Jury zurück. Und die Gäste wurden gebeten, auf einem Zettel ihren Sieger anzukreuzen – um den Publikumssieger zu küren. Mein Kreuz bekam Shave-Lab – weil ihr Konzept einfach am weitesten ist, es schon einen „proof of concept“ gibt. Und vielleicht auch, weil ich es sympathisch finde, wenn jemand – wie dieses Start-up – die großen Player (Gillette und Wilkinson) nicht über den Preis, sondern über Qualität, Design und Marke angreift. Der Gründer Christopher von Hallwyl überzeugte offenbar nicht nur mich. Nach einer halben Stunde lag das Ergebnis vor: Die Jury hatte sich für ihn entschieden. Und die Mehrheit des Publikums ebenfalls. Und schon wurde er von „Pfeffersäcken“ umringt. Nicht unwahrscheinlich, dass er an diesem Abend die 500.000 Euro schon zusammenbekommen hat, die er jetzt braucht, um mehr Marktanteile zu gewinnen.

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