Nikolaus Förster Die Dame aus dem Callcenter

Meine Frau erhielt heute einen Anruf. Telefonmarketing. Daraus entspann sich folgender Dialog:

Die Dame aus dem Callcenter: „Möchten Sie den Spiegel abonnieren? 10 Wochen kostenlos, dann 12 Monate für 4 Euro die Woche. Im Anschluss jederzeit kündbar.“

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Meine Frau: „Das muss ich mir noch überlegen. Kann ich Sie zurückrufen?“

„Nein, das ist nicht möglich. Ich melde mich noch einmal bei Ihnen. Aber wir haben auch viele andere Zeitschriften im Angebot.“

„Auch impulse?“

„Ja.“

„Wirklich?“

„Ich schau gleich nach“ (ruft in den Raum rein: ‚Haben wir Impulse nicht mehr?‘) „Nein, tut mir leid, meine Kollegin sagt, das haben wir nicht mehr.“

„Wie schade, die finde ich nämlich gut.“

„Ja, aber wie wär’s mit Euro am Sonntag? Oder Focus Money?“

„Nein danke.“

„Capital? Börse Online?“

„Nein, die sind ja ganz anders.“

„Manager Magazin? Harvard Business Manager?“

„Nein, wenn, dann möchte ich impulse.“

„Tja, die haben wir leider nicht. Ich rufe dann noch mal an wegen des Spiegels.“

Eine Stunde später:

„Ja, hier nochmal (nennen wir sie Frau XY) vom Telefonmarketing. Sie wollten doch impulse. Die haben wir nicht, aber ich kann Ihnen das Handelsblatt anbieten.“

Meine Frau: „Aber das ist doch was ganz anderes und nicht vergleichbar – eine Tageszeitung und kein Mittelstandsmagazin!“

„Naja, aber beides was mit Wirtschaft.“

„Nein, vielen Dank.“

„Schade. Wegen des Spiegels melde ich mich noch mal. Tschüss, Frau Förster!“

„Tschüss.“

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