Nikolaus Förster Herzstück, Steuern und Fußball: Die Kanzlerin war da

Die Kanzlerin war da, im Palaissaal des Hotels Adlon. Okay, auf dem Foto ist sie nicht so gut zu erkennen, nur ihr Kopf, und auch davon nur ein Teil. Noch zwei Schritte, dann verliert der Kameramann sie aus dem Blick. Sie rauscht gerade aus dem Saal, begleitet von Gastgeber Brun-Hagen Hennerkes, dem Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, die erneut zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“ nach Berlin eingeladen hat. Viel zu sagen hat die Kanzlerin nicht, zumindest nichts Neues („Sie sind das Herzstück der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung!“ „Familienunternehmen verkörpern nicht nur eine Unternehmensform, sondern eine Haltung.“) Aber die Gäste sind zufrieden. „Ich sage Nein zu Steuererhöhungen. Das wird das Wachstum bremsen!“, hat sie der Menge versichert – und das tickert dann auch wenige Minuten später über die Agenturen. Und: „Wir müssen ein unternehmerfreundliches Land sein!“ Zum Abschluss übergibt Hennerkes ihr als Geschenk ein Buch mit den besten Fußballsprüchen, zitiert Lothar Matthäus – „Als es in der zweiten Halbzeit schwierig wurde, haben wir den Sand in den Kopf gesteckt!“ – und den ehemaligen Stürmer Erik Mejer: „Nichts ist scheißer als Platz 2“. Applaus. Abgang.

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