Nikolaus Förster Qualität, Qualität, Qualität: Handmade in Germany

Gestern war ich mit impulse-Lesern zum Netzwerktreffen in Berlin bei Dieter Burmester. Es war faszinierend, den 67-Jährigen – einen leidenschaftlichen Musiker, Ingenieur und Unternehmer – zu erleben. Er startete als Berufsmusiker, schloss ein Studium an, machte 1977 seine Firma auf und stellt heute die teuersten Hifi-Anlagen der Welt her, für Kunden in Deutschland, Hongkong, Taiwan, den USA, Korea, Singapur, Großbritannien etc.  Da kann allein ein CD-Player oder ein Endverstärker schon einmal 40.000 Euro kosten und ein Lautsprecher-Paar 56.000 Euro. Burmester ist es auf beeindruckende Weise gelungen, eine Luxusmarke zu schaffen.

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Aber wie? Oft habe der Zufall eine Rolle gespielt, sagt er. Vor allem aber hat er immer auf äußerste Qualität gesetzt („Ich bin sehr pingelig.“) und Neues entwickelt, etwa als er, obwohl ihn die Branche für verrückt hielt, einen riemenbetriebenen CD-Player konstruierte. 12 der 50 Mitarbeiter arbeiten in der Entwicklung, nur eine Handvoll in der „Verwaltung“. Es reiche, wenn er eine Stunde am Tag am Schreibtisch sitze.

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Burmester brauchte zehn Jahre bis zum Break-Even. Seitdem ist er unabhängig und finanziert alles, was er neu startet, selbst. „Ich muss nicht mit den Banken reden.“

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98 % Prozent der Teile, die er verwendet, kommen aus Deutschland. Und fast alles wird inhouse gemacht – selbst das Design der Kataloge: „Warum sollte ich etwas nach draußen geben, wenn wir das genauso gut können?“, fragt er. Schließlich müsse ja auch sichergestellt werden, dass die Darstellung noch dem entspreche, was Burmester ausmache. „Das ist unsere Firma!“

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Am Ende wurde er von anderen Unternehmern gefragt, was ihn antreibe. Es sei nicht das Geld gewesen, sagte er, das spiele irgendwann keine Rolle mehr. Auch sei es ihm nie um Größe gegangen. Es gehe um etwas anderes, die Menschen, seine Kunden, sollten sich wohlfühlen. „Wir haben unseren Job erfüllt, wenn nichts mehr stört.“ Es gehe um höchste Qualität – und er suchte nach den richtigen Worten. „Nicht groß, sondern großartig artig sein – ist es das, was Sie meinen?“, fragte ich. „Ja, genau, das ist es.“ Kommt mir – siehe „Small Giants“ (https://www.impulse.de/unternehmerreisen) – irgendwie bekannt vor.

2 Kommentare
  • Anne Dörseln 29. November 2013 09:34

    Was ist denn „handemade“? ;-))

    • Nikolaus Förster 30. November 2013 11:05

      Danke für den Hinweis! Es muss natürlich „handmade“ heißen. Ich habe es korrigiert. Herzliche Grüße, Nikolaus Förster

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