Nikolaus Förster Raumschiff Enterprise

Seltsam, frühmorgens, wenn sich der Himmel im Schnee spiegelt und Gruner+Jahr in blaues Licht taucht, gleicht der Verlag immer mehr Raumschiff Enterprise. „Was wird denn aus all den Räumen, in denen all die Wirtschaftsjournalisten gearbeitet haben?“, wollte heute ein Gast wissen. „Keine Ahnung!“ Die werden sich schon etwas überlegen. Ich habe andere Sorgen: Wir müssen schleunigst neue Räume beziehen, den Umzug planen. Doch unser Mietvertrag ist immer noch nicht unterschrieben. Wenn wir morgen nicht so weit sind, sollten wir wohl unsere Alternativen reaktivieren. Wir können eigentlich kaum länger warten – zumal alle weiteren Schritte vorbereitet sind. So vertraut uns auch die Gänge von Gruner+Jahr sind, es ist höchste Zeit, weiterzuziehen. Ein neues Unternehmen in den alten Räumen zu gründen, ist schon ein wenig skurril. Vor allem dann, wenn einem dauernd Kollegen über den Weg laufen, die noch keine Ahnung haben, wie es mit ihnen weitergeht. Die voller Wut sind. Und Trauer. Abwicklung auf der einen, Aufbau auf der anderen Seite des Ganges – das passt nicht gut zusammen. Beam me up, Scotty!

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