Nikolaus Förster Schmecken, riechen, hören, fühlen: Wie man Kunden gewinnt

Vielleicht gehört das – anfangs oder vielleicht immer? – ja auch zum Unternehmertum: dass man kaum mehr abschaltet, stets überlegt, was man noch machen könnte. Was war passiert? Ganz einfach: Ich riss mich von der Arbeit los und ging, zusammen mit meiner Frau, in ein spanisches Restaurant. Am Ende staunten wir nur noch. Das Essen war sehr gut, auch der Rotwein – okay, das kann passieren, wenn man ausgeht. Irgendwann am Abend griff der Kellner zur Flamenco-Gitarre, er schaffte es, dass das gesamte Lokal mitsang – nicht selbstverständlich in Hamburg. Und dann, etwas später, gab es auch noch ein Andenken, das wir mit nach Hause nahmen. Ein Rosenverkäufer war ins Lokal getreten, er sprach kurz mit dem Inhaber, dann ging der Verkäufer von Tisch zu Tisch, schenkte jeder Frau eine – und statt, wie sonst, nach einer Weile um Geld zu bitten und den Mann vor eine Gewissensfrage zu stellen (…ist sie mir das nicht wert…), sagte er nur: „ist vom Chef“. Spanische Tapas, Rotwein, Gesang und Rosen – wer kann so was überbieten? Um den Wirt und die Zukunft seines Lokals muss man sich zumindest keine Sorgen machen. Und Verleger sollten vielleicht noch mal ihr Geschäftsmodell überdenken…

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