Nikolaus Förster Warum Verleger Abo-Fallen lieben

Es gibt Unternehmer, die Produkte mit einer hohen Qualität herstellen und dafür einen entsprechenden Preis verlangen.

Und es gibt Verleger.

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HB-Barprämien

Na gut, nicht alle sind so: Wenn Sie gerne ein Abo hätten, das Ihnen garantiert ohne Prämie zugestellt wird, empfehle ich Ihnen folgenden Link: www.impulse.de/abo 🙂

Der Mechanismus ist immer der gleiche: Mit zum Teil absurden Ködern werden Leser dazu gebracht, ein Abo abzuschließen – mit einer möglichst langen Laufzeit (besonders beliebt, besonders phantasielos: Bargeld). Dann wird der Kunde in Ruhe gelassen, damit er sich ja nicht daran erinnert, dass er ein Abo abgeschlossen hat und vielleicht, so die Hoffnung, vergisst er ja dann zu kündigen.

Wie stark sich dieses Vorgehen der Verleger in den Köpfen von Lesern festgesetzt hat, merken wir bei uns jeden Tag. Einige Unternehmer, die impulse abonnieren, kündigen bereits nach wenigen Tagen – auch dann, wenn ihnen das Heft noch nicht einmal zugestellt wurde, sie also gar nicht wissen, ob sie das Magazin gut oder schlecht finden. Warum? Weil sie Angst haben, in eine Falle zu tappen, weil sie Angst haben, vielleicht im Laufe des Jahres eine Frist zu verpassen. So zu handeln ist für sie eine Selbstverständlichkeit – weil sie davon ausgehen, dass es irgendwo etwas Kleingedrucktes gibt, das sie vielleicht übersehen haben. Also: besser schon mal vorsorglich kündigen.

Wir müssen bei unseren neuen Lesern also noch eine Menge Aufklärungsarbeit leisten: Bei uns gibt es KEINE Abo-Mindestlaufzeiten. Wer ein Abo stoppen möchte, kann dies jederzeit tun – und erhält dann das Geld für Ausgaben, die noch nicht verschickt wurden, zurück. In den Augen der meisten Verleger ist dies ein enorm großes Risiko, weil sie Angst haben, weiter an Auflage zu verlieren.

Wir sehen das anders: Erfolgreich werden wir nur dann sein, wenn die Leser das Heft tatsächlich lesen wollen und nicht dann, wenn wir sie erfolgreich in eine Falle gelockt haben. Wir müssen also alles dafür tun, dass die Leser das Heft (und all das, was wir sonst noch tun) wirklich schätzen, so dass sie auch gerne dafür bezahlen, 7,50 Euro im Monat, so viel wie drei Cappuccinos in Hamburg kosten…

Die Verantwortung liegt also bei uns selbst.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Nicht aber für Verleger.

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