Nikolaus Förster Wer ist der beste Turnarounder?

Warum fällt es Menschen eigentlich so schwer, Fehler einzugestehen? Warum reden hierzulande so wenige über das Scheitern?  Was für ein Versäumnis: Die Amerikaner sind uns da einen Schritt voraus. Wer schon einmal gescheitert ist, gilt dort nicht als gescheitert, sondern als erfahren – und hat damit beste Voraussetzungen, als Unternehmer erfolgreich zu sein. Selbst Wissenschaftler haben diesen Zusammenhang zuletzt empirisch nachgewiesen. In Deutschland schert das niemanden. Diese Haltung spiegelt sich auch in unserem Magazin. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie gerne die Rubrik „Mein größter Fehler“ (http://www.impulse.de/fehler) gelesen wird – und wie wenige Unternehmer oder Unternehmerinnen tatsächlich bereit sind, über ihre eigenen Fehler zu reden.

Dabei geht es ja gar nicht um die Fehler selbst. Sondern darum, wie man mit ihnen umgeht. Wir haben uns heute zumindest mit der Turnarounder-Jury (http://www.impulse.de/turnarounder) herausragende Fälle angeschaut, in denen es Unternehmern gelungen ist, ihre Firma mit einer intelligenten Strategie aus einer Krise herauszuführen. In der Krise, das wurde einmal mehr deutlich, zeigt sich erst, wie gut ein Unternehmer wirklich ist. Wenn Sie diese „Turnarounder des Jahres“ persönlich kennen lernen wollen, sind Sie herzlich zur Preisverleihung am 22. Oktober in Berlin eingeladen. Die Festrede am Abend hält Stefan Messer (hier ein brillantes Porträt meiner Kollegin Hanna Grabbe: http://www.impulse.de/diverses/der-unterschatzte). Wenn Sie das Thema interessiert, Sie also noch mehr erfahren möchten, können Sie sich – ebenfalls am 22. Oktober – zu unserer Management-Konferenz anmelden, bei der wir uns in Workshops u. a. mit spannenden Fallbeispielen auseinander setzen, z. B. mit Pfleiderer, Leiser, Solarwatt oder Berentzen. (Programm und Anmeldungen: http://de.amiando.com/impulse_Management_Konferenz_2013.html).

Anzeige

Die Jurysitzung brachte übrigens auch für mich persönlich eine neue Erkenntnis: Bei einem Asset-Deal, sagte BBL-Anwalt Georg Bernsau, der in den vergangenen Jahren Dutzende Krisenfälle begleitet hat, seien die ersten beiden Jahre die einfachsten. Dann erst werde es schwierig. Da unser impulse-MBO im Januar auch ein Asset-Deal war, kann ich mich also auf einiges gefasst machen. Offenbar erlebe ich gerade erst das Vorspiel. Ernst wird es erst im Januar 2015.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...