Nikolaus Förster „Wie viel kostet ein Artikel in impulse?“

Auch das gehört – leider – zum Alltag eines Chefredakteurs: auf Menschen zu treffen, die offenbar noch nie etwas von unabhängigem Journalismus gehört haben. Ich gebe einen Mailwechsel im Original wieder (ohne Namensnennung). Heute bekam ich folgende Mail von einer PR-Agentur:

Sehr geehrter Herr Förster, ich habe eine Frage bezüglich eines Artikels in der Impulse. Welche Kosten entstehen für einen Artikel bei Ihrer Zeitschrift für eine halbe Seite, eine Seite und eine Doppelseite? Kommen noch weitere Kosten dazu? Ich bedanke mich bei Ihnen, J. M.

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Meine Antwort:

Sehr geehrte Frau M., ich weiß nicht genau, was Sie meinen. Wir betreiben unabhängigen Journalismus. Worüber wir berichten, ist unabhängig von kommerziellen Interessen. Bei uns lassen sich keine Texte kaufen. Mit freundlichem Gruß, Nikolaus Förster

Es folgt die Erläuterung der Agentur:

Sehr geehrter Herr Förster, wir möchten einen Artikel über ein neues Unternehmen veröffentlichen, deshalb brauchen wir die Information zu den Kosten für einen Artikel in der Impulse.
Mit freundlichem Gruß, JM

Und meine erneute Erklärung:

Hallo Frau M., es tut mir leid, aber ich verstehe immer noch nicht, was Sie wollen. Vielleicht haben Sie impulse noch nie gelesen? Die Texte werden von der Redaktion recherchiert und geschrieben, nicht von Agenturen. Oder handelt es sich um ein Missverständnis? Mit freundlichem Gruß, Nikolaus Förster

Dann nur noch Stille. Vielleicht kommt ja noch was. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

1 Kommentar
  • Markus Rieksmeier 10. Dezember 2013 22:43

    … und dann kommt gewiss – wenn was kommt – ein PR-Text mit Blablameter-Quotient 1,1 😉

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