Nikolaus Förster Wiedersehen – drei Monate nach der Chicago-Reise

Drei Monate sind vergangen, seit wir mit der ersten impulse-Gruppe in Chicago waren (www.impulse.de/chicago). Am Freitag und Samstag gab es ein Nachtreffen der Teilnehmer in Hamburg – zum gegenseitigen Austausch. Und einen Workshop, wie sich Werte in alltägliche Prozesse integrieren lassen. Es war ein gutes Gefühl, die Teilnehmer wiederzutreffen – nicht nur, weil die Gruppe sehr sympathisch war und wir eine sehr inspirierende Woche in den USA miteinander verbracht hatten. Was uns verband, war das Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben. Mit konkreten Folgen.

Für alle, mich eingeschlossen, war die Chicago-Reise eines der unternehmerisch prägendsten Erlebnisse des vergangenen Jahres (na gut, der MBO war auch nicht ohne…). Allen half es, zumindest für eine Woche eine Distanz zum eigenen Unternehmen zu gewinnen und zu überdenken, was sich verbessern lässt. Nach drei Monaten lässt sich sehen, was daraus entstanden ist: Ein Unternehmer hat mit seinem Team Werte und eine Mission erarbeitet und startet bereits im Februar (eine stark abgespeckte Version) von Open-Book-Management, ein anderer beginnt in den kommenden Wochen mit Visioning, ein dritter setzt diese Methode bereits für tägliche Projekte ein, ein vierter hat – in Anlehung an „Trust-and-Track“ – wichtige Personalentscheidungen getroffen und die Strukturen in seiner Firma verändert – mit merklichem Erfolg. Eine Unternehmerin hat im ersten Schritt versucht, die Kommunikation in der Firma zu verändern. Und auch wir selbst sind mitten dabei, das Erlebte auf uns selbst zu übertragen – so wie es für uns passt: Wir sind kurz davor, unser Erfolgsbild „impulse 2020“ abzuschließen – als Grundlage für eine detaillierte Strategie für die nächsten Jahre.

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Abends beim Italiener (wir hatten uns dann doch gegen McDonald’s entschieden) erzählte ich, dass es bislang sehr viel weniger Anmeldungen für die geplanten Chicago-Reisen im März und Mai gebe als erwartet. Warum das wohl so sei? Einer vermutete zu schlechte Englisch-Kenntnisse deutscher Unternehmer als Grund, ein anderer die Skepsis gegenüber amerikanischem Überschwang. Kann alles sein, auch bin ich unsicher, ob die Art und Weise, wie wir die Reise vermarkten, ideal ist (siehe www.impulse.de/unternehmerreisen).

Aber eigentlich, so glaube ich, geht es um etwas Grundsätzliches: Wer sich auf solch eine Reise einlässt, spürt im Unternehmeralltag, dass es da noch mehr geben muss, als ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen. Dass es sich lohnen kann, in Firmenkultur zu investieren. Dass es eine große Chance (und keine Bedrohung) ist, wenn die eigenen Mitarbeiter wie Unternehmer denken. Es kommt nicht nur auf das Was an, sondern auch auf das Wie. Wem das durch den Kopf geht, der hat bereits die ersten Hürden genommen.

Also: Mal sehen, wer sich noch anmeldet. Und Lust auf neue Impulse hat.

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