Nikolaus Förster Wir brauchen noch einen Wachmann!

Es geht weiter: Der Mietvertrag ist unterschrieben, die Schlüssel übergeben. Aber wie schaffen wir den Umzug – während wir das Heft weiterproduzieren? Vier Angebote von Umzugsfirmen haben wir inzwischen eingeholt – mit Preisunterschieden von mehreren tausend Euro.  Welches Angebot ist am besten? Und ist das billigste tatsächlich das günstigte? Kurz überlegen wir, ob wir den Umzug nicht einfach selbst in die Hand nehmen sollten – gehört sich das nicht bei einem Startup? Ein Blick auf die Gesichter meiner Kollegen zeigt: Naja… „Meist ist es dann ja doch mehr, als man denkt“, sagt einer. Okay, okay, ich habe verstanden: Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Vielleicht können wir ja noch ein besseres Angebot aushandeln. Brauchen wir wirklich, wie es im Kostenvoranschlag heißt, einen Wachmann, der beim Umzug die Gruner+Jahr-Rampe im Auge behält? Ich biete an, die Rolle selbst zu übernehmen… Meine Assistentin runzelt die Stirn, greift im Nebenzimmer zum Hörer. Nach ein paar Minuten ist sie zurück: Nein, das geht nicht. Uns fehle dazu die Ausbildung. Das sei Vorschrift. Was für eine Vorschrift das denn sei, wundere ich mich. Wer solche überhaupt erlasse, und ob man die nicht einfach brechen können? Doch für solche Fragen bleibt keine Zeit mehr. Ich muss los zum nächsten Termin.

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