Recht + Steuern Bayern-Präsident Hoeneß wegen Steuerhinterziehung angeklagt

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Die Staatsanwaltschaft München hat gegen Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben.© Getty Images/169780046

Kurz nach Abschluss ihrer Ermittlungen hat die Münchner Staatsanwaltschaft offiziell Anklage gegen Uli Hoeneß erhoben. Jetzt muss das Landgericht über die Zulassung der Klage entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen Uli Hoeneß Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden, teilte die Justizpressestelle am Dienstag mit.

Der 61-jährige Präsident des FC Bayern München hatte sich im Januar selbst beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung angezeigt. Er habe Einkünfte von einem Konto in der Schweiz verschwiegen, hatte er im Nachrichtenmagazin „Focus“ erklärt. Trotz der Steueraffäre blieb Hoeneß bisher Aufsichtsratschef des FC Bayern. Sein Angebot, das Amt bis zur Klärung seiner Selbstanzeige ruhen zu lassen, lehnte der Aufsichtsrat ab.

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Das Gericht teilte mit, die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen am Montag abgeschlossen und am Dienstag Anklage erhoben. „Angesichts des Umfangs der Ermittlungsakten sowie der Tatsache, dass der Verteidigung zunächst eine Äußerungsfrist von einem Monat zugebilligt wurde, ist mit einer Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung voraussichtlich nicht vor Ende September 2013 zu rechnen“, erklärte Justizsprecherin Andrea Titz. Vor der Entscheidung über die Eröffnung würden keine weiteren Einzelheiten zur Anklage mitgeteilt, zumal in Steuerstrafverfahren besondere Geheimhaltungspflichten gelten würden.

Der FC Bayern München hat zunächst keinen Kommentar zur Anklageerhebung gegen seinen Club-Präsidenten Uli Hoeneß abgegeben. „Wir sagen dazu nichts“, erklärte Markus Hörwick, Sprecher des deutschen Fußball-Rekordmeisters, am Dienstag.

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