Recht + Steuern BGH stärkt Rechte von Wohnungskäufern

Die römische Göttin Justitia: Die Waage symbolisiert die ausgleichende Gerechtigkeit. Die Augenbinde gilt als Zeichen dafür, dass ihr Urteil unabhängig vom Ansehen der Person ist.

Die römische Göttin Justitia: Die Waage symbolisiert die ausgleichende Gerechtigkeit. Die Augenbinde gilt als Zeichen dafür, dass ihr Urteil unabhängig vom Ansehen der Person ist.© Hans-Jörg Nisch - Fotolia.com

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Wohnungs- und Hauskäufern gestärkt. Wer länger als erwartet auf den Einzug warten muss, hat Anspruch auf einen gesonderten Schadenersatz.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Wohnungs- und Hauskäufern gestärkt, die länger als vereinbart auf ihren Einzug warten müssen. Ist ihr erworbenes Eigenheim nicht zum ausgemachten Zeitpunkt bezugsfertig, haben sie Anspruch auf einen gesonderten Schadenersatz, sofern ihnen kein gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung steht. Das entschied der BGH in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil.

Die Richter gaben damit den Käufern einer Altbauwohnung mit 136 Quadratmetern in Gera recht. Die Wohnung sollte Ende August 2009 bezugsfertig sein, aber noch im Herbst 2011 warteten die Käufer auf ihren Einzug. Sie verlangten vom Bauträger daher nicht nur wie in solchen Fällen vorgesehen eine Erstattung der Miete für ihre bisherige, 72 Quadratmeter große Wohnung. Vielmehr wollten sie darüber hinaus noch Schadenersatz.

Anzeige

Trotz ihres Kaufs müssten sich die Kläger seit zwei Jahren mit der viel kleineren Wohnung zufriedengeben und könnten die größere nicht nutzen, argumentierte der BGH. Dieser „Nutzungsausfall“ müsse extra entschädigt werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...