Recht + Steuern Flexstrom-Kunden müssen Forderungen bis zum Jahresende anmelden

Vielen seiner 600.000 Kunden schuldet der insolvente Stromanbieter Flexstrom noch Geld. Um diese Forderungen geltend zu machen, müssen sich Verbraucher bis zum Jahresende beim Insolvenzverwalter melden.

Kunden des insolventen Berliner Energieanbieters Flexstrom müssen bis zum 30. Dezember offene Rückzahlungen einfordern. Sonst würden die Ansprüche zunächst nicht berücksichtigt, teilte Insolvenzverwalter Christoph Schulte-Kaubrügger den Kunden in einem Brief mit. Geprüft werden die Forderungen demnach am 31. März 2014. Noch sei nicht absehbar, ob und wie viel Geld die Kunden bekommen, erklärte der Rechtsanwalt.

Der Fall Flexstrom zählt zu den größten Insolvenzverfahren der Bundesrepublik. Viele der 600 000 Kunden bangen um dreistellige Euro-Beträge, die sie per Vorauszahlung an das Unternehmen überwiesen hatten, um im Gegenzug einen günstigen Stromtarif zu bekommen. Eine Gläubigerversammlung ist für den 25. September in Berlin geplant.

Anzeige

1 Kommentar
  • Dr. Andreas R. J. Schnee-Gronauer 12. August 2013 14:53

    Übertriebene Hektik scheint dürfte aber nicht nötig sein, denn die nicht angemeldeten Forderungen werden – wie es auch im Text steht – nur „zunächst“. nicht berücksichtigt.

    Für die Anmeldung von Forderungen gibt es in der Insolvenzordnung keine Ausschlussfrist (siehe § 174 InsO); auch die nachträglich angemeldeten Forderungen werden geprüft (§ 176 InsO).

    Und wenn ich es recht sehe, wird in diesem Verfahren bis zum Schlusstermin auch noch etwas Zeit vergehen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...