Recht + Steuern Gewerbesteuer soll auch für Freiberufler gelten

Bislang wurden Freie Berufe von der Gewerbesteuer ausgeschlossen. Wenn es nach den Kommunen geht, soll das geändert werden. Ärzte und Architekten könnten das verkraften, heißt es. Mehrere Milliarden Euro an Mehreinnahmen wären denkbar.

Vor der letzten Sitzung der Gemeindefinanzkommission haben die Kommunen ihre Forderung bekräftigt, dass auch Freiberufler Gewerbesteuer zahlen sollten. In der Koalition stößt das bisher aber auf Ablehnung.

„Die Gewerbesteuer muss auch für die Freien Berufe gelten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“. „Das würde den Gemeinden Mehreinnahmen von jährlich fünf bis sechs Mrd. Euro bescheren.“ Für die Freiberufler – also etwa Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten – sei die Gewerbesteuer verkraftbar, wenn sie mit ihrer Einkommensteuerschuld verrechnet werden könne.

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Fest steht, dass die Gewerbesteuer nicht durch andere Einnahmequellen ersetzt wird, wie es ursprünglich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wollte. „Wir sind sehr froh, dass wir die Gewerbesteuer behalten“, sagte Landsberg. Sie werde in diesem Jahr voraussichtlich mit 39 Mrd. Euro fast den Höchststand von 41 Mrd. Euro aus 2008 erreichen

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